Fellwechsel beim Hund – Warum dein Hund viel Fell verliert

Im Frühjahr und im Herbst steht der Fellwechsel beim Hund an. Tägliches Staubsaugen und überall Hundehaare erschweren uns die Fellwechsel-Zeit. Doch nicht nur für uns ist diese Phase eine anstrengende Zeit, auch viele Hunde können während des Fellwechsels zusätzliche Unterstützung gebrauchen. Wie du deinen Hund beim Fellwechsel unterstützen kannst und welche Fütterung sinnvoll ist, erfährst du in unserem Beitrag.

Ofrieda, 26.11.2018 – Letzte Überprüfung: 28.07.2026

Kapitelübersicht

Mein Hund verliert viel Fell – Ist das normal?

Wann haben Hunde Fellwechsel?

Wie lange dauert der Fellwechsel beim Hund?

Juckreiz und Schuppen beim Fellwechsel

Wie ich meinen Hund beim Fellwechsel unterstützen kann

Vier Dinge, die ich beim Fellwechsel beachten muss

Die 8 häufigsten Fragen zum Fellwechsel beim Hund

Unsere Tipps gegen die lästigen Hundehaare

Mein Hund verliert viel Fell – Ist das normal?

Ja! Es ist völlig normal, dass dein Hund sein Fell verliert. Zweimal im Jahr passt sich dein Vierbeiner an die veränderten Temperaturen an und wechselt sein Fell. Dadurch passt sich das Fell an die unterschiedlichen Temperaturen der Jahreszeiten an.

Wann haben Hunde Fellwechsel?

Hunde wechseln ihr Fell, um sich an die veränderten Temperaturen anzupassen. Im Frühjahr verliert dein Hund sein Winterfell und bekommt ein durchlässigeres Sommerfell. Dieses erleichtert die Hitzeregulation und dein Hund kann auch die heißen Sommertage genießen. Da das dicke Winterfell abgestoßen wird, ist der Fellwechsel beim Hund im Frühjahr besonders intensiv. 

Auch im Herbst steht ein Fellwechsel an. Anders als manche vermuten, wächst im Herbst das Fell nicht einfach nach. Dein Hund streift das leichte Sommerfell ab und ein dichtes Winterfell wächst nach. Das dicke Haarkleid schützt deinen Hund vor Kälte und Wind, damit er im Winter hervorragend im Schnee spielen kann. 

Am intensivsten ist der Fellwechsel beim Hund somit meist in den Monaten April und Mai und September und Oktober. Ein genauer Zeitpunkt für den Fellwechsel kann allerdings nicht festgelegt werden.

In welchem Monat ist der Fellwechsel beim Hund?

Dein Hund wechselt zweimal im Jahr sein Fell:

Fellwechsel im Frühjahr (ca. April und Mai)

Fellwechsel im Herbst (ca. September und Oktober)

Wie lange dauert der Fellwechsel beim Hund?

Die Dauer und Intensität des Fellwechsels beim Hund hängen von vielen Faktoren ab. Die verschiedenen Hunderassen haben unterschiedliche Felltypen. Je nach Felltyp verliert dein Hund mehr oder weniger Haare. Auch das Alter und das Geschlecht beeinflussen den Fellwechsel. Bei jungen Hunden fällt der Fellwechsel häufig etwas geringer aus als bei älteren Hunden. Bei manchen kastrierten Hunden kann sich das Fell verändern und auch der Fellwechsel kann stärker ausfallen. Bei Hündinnen ist es nicht selten, dass sie vor der Läufigkeit stark haaren. Einige Hunde können sogar das ganze Jahr über Fell verlieren. Gleichzeitig gibt es aber auch Hunde wie beispielsweise Pudel, die gar keinen klassischen Fellwechsel haben. Diese Hunde verlieren ihr Winterfell nicht und das Fell wächst stetig weiter. Bei diesen Rassen muss das Haarkleid regelmäßig je nach Rasse geschnitten oder getrimmt werden. Die Dauer des Fellwechsels beim Hund ist also von vielen Faktoren abhängig. In den meisten Fällen dauert der Fellwechsel sechs bis acht Wochen.

Fellwechsel bei Welpen und Senioren

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass Welpen ein viel kuscheligeres Fell haben? Das Fell der Welpen ist oft noch ganz weich, doch leider bleibt das nicht immer so. Beim ersten Fellwechsel verändert sich das Haarkleid der jungen Hunde. Das neue Fell ist robuster als vorher und kann sogar anders aussehen. Dieser Fellwechsel dauert länger und kann mehrere Monate anhalten. Die Intensität des Fellwechsels beim Welpen ist ebenfalls stark von der Rasse abhängig. Am besten fängst du schon früh an, deinen Welpen an das regelmäßige Bürsten zu gewöhnen. So lernt er schnell, dass ihm beim Bürsten nichts passiert. Verbinde die Fellpflege mit einer extra Kuscheleinheit und Leckerlis, damit dein Welpe das Bürsten mit positiven Erfahrungen verbindet. Das pflegt nicht nur das Fell deines Lieblings, sondern stärkt auch eure Beziehung zueinander.

Fellwechsel bei Labrador, Pudel und Co.

Die Dauer und Intensität des Fellwechsels sind abhängig vom Felltypen deines Hundes. Rassen mit viel Unterwolle wie beispielsweise Neufundländer oder Bernhardiner haben im Frühjahr einen besonders starken Fellwechsel. Kurzhaarige Hunde, beispielsweise Galgos oder Jack Russell Terrier, haaren nur wenig. Allerdings frieren sie durch ihr kurzes Haar schnell. Wenn es deinem Kurzhaar im Winter zu kalt wird, solltest du ihm einen Hundemantel kaufen. Das sieht nicht nur schick aus, sondern hält auch kuschelig warm.

Hunderassen, die nicht haaren

Es gibt verschiedene Hunderassen, die als sogenannte "nicht haarende" oder "wenig haarende" Rassen bekannt sind. Diese Rassen verlieren im Vergleich zu anderen Hunden weniger Haare. Das kann für Menschen mit einer Hundehaarallergie oder dem Wunsch nach weniger Haaren im Haushalt von Vorteil sein. Beachte jedoch, dass kein Hund völlig haarfrei ist, da alle Hunde einen gewissen Haarverlust haben. Dennoch kann der Haarverlust bei diesen Rassen deutlich reduziert sein. Hunderassen, die wenig haaren, sind:

Pudel
Labradoodle
Goldendoodle
Bichon Frisé
Malteser
Shih Tzu
Yorkshire Terrier
Portugiesischer Wasserhund
Afghanischer Windhund
Peruanischer Nackthund

Auch wenn diese Rassen wenig haaren, benötigen sie eine gute Fellpflege. Hunde mit langem Fell musst du beispielweise regelmäßig bürsten. Beim Pudel oder dem Wasserhund wächst das Fell ständig weiter und benötigt daher besondere Pflege. Um Knoten und Verfilzungen zu vermeiden, solltest du das Fell bürsten. Da das Haar immer weiterwächst, muss dein Hund regelmäßig in den Hundesalon. Der Besuch beim Friseur ist für diese Hunderassen keine Modeerscheinung, sondern ein Muss. Selbstverständlich kannst du deinen Hund auch selbst scheren. Davor solltest du dich allerdings genauestens mit dem Thema auseinandersetzen und gegebenenfalls einen professionellen Rat einholen.

Juckreiz und Schuppen beim Fellwechsel

Beim Fellwechsel kann es passieren, dass dein Hund unter Juckreiz und Schuppen leidet. Wenn die abgestorbenen Haare im Fell deines Vierbeiners hängen bleiben, können diese stechen und jucken. Regelmäßiges Bürsten kann dazu beitragen, abgestorbene Haare zu entfernen und den Fellwechsel angenehmer zu machen. In den Wintermonaten kann der Juckreiz beim Hund auch durch eine zu geringe Luftfeuchtigkeit entstehen. Nicht nur unsere Haut leidet durch die trockene Heizungsluft, auch unsere Vierbeiner können Juckreiz oder Schuppen bekommen. Damit die Luftfeuchtigkeit auch im Winter angenehm bleibt, kannst du einfach eine Schale mit Wasser auf die Heizung stellen. Deine Haut und die Haut deiner Fellnase werden sich darüber freuen. Sollte der Juckreiz und die Schuppenbildung deines Hundes nach dem Fellwechsel nicht weggehen, solltest du einen tierärztlichen Rat einholen. Manchmal können Hautveränderungen Anzeichen für eine Allergie oder Parasiten sein. Solange das Fell deines Hundes schön aussieht und sich gut anfühlt, brauchst du dir aber keine Sorgen machen. Durch eine regelmäßige Fellpflege und geeignetes Futter ist der Fellwechsel beim Hund meist schnell überstanden.

Fellverlust bei Allergien oder Krankheiten

Auch wenn der Fellwechsel beim Hund normal ist, solltest du das Haarkleid immer gut im Auge behalten. An dem Zustand des Fells erkennst du schnell, ob es deinem Hund gut geht. Fettiges und stumpfes Fell, Juckreiz und punktueller Fellverlust können auf Krankheiten oder Allergien hinweisen. Kahle Stellen und Hautentzündungen sind zwei der häufigsten Beschwerden bei Unverträglichkeiten und Allergien. Bei ernährungsbedingten Unverträglichkeiten kann das Futter ein Auslöser sein. Liegt eine ernährungsbedingte Unverträglichkeit vor, kann nach tierärztlicher Abklärung ein Wechsel auf ein geeignetes hypoallergenes Hundefutter sinnvoll sein. Auch Parasitenerkrankungen wie Leishmaniose können mit Hautveränderungen und Fellproblemen einhergehen. Die Hunde kratzen sich bei Leishmanien-Befall häufig und haben Hautentzündungen. Mehr über die gefährliche Mittelmeerkrankheit Leishmaniose erfährst du hier.

Auch Stress oder ein Nährstoffmangel können Gründe für einen enormen Fellverlust sein. Wenn dir auffällt, dass dein Hund glanzloses Fell und kahle Stellen hat, solltest du dringend einen tierärztlichen Rat einholen.

Wie du deinen Hund beim Fellwechsel unterstützen kannst

Der Fellwechsel beim Hund ist nicht nur für uns Menschen belastend, sondern auch für unsere Vierbeiner. Der Fellwechsel ist für den Körper deines Hundes eine intensive Phase. Manche Hunde wirken in dieser Zeit empfindlicher oder unruhiger als sonst. Wir zeigen dir, wie du deinen Hund beim Fellwechsel unterstützen kannst, sodass ihr diese Phase stressfrei durchleben könnt.

Die richtige Fellpflege für deinen Vierbeiner

Beim Fellwechsel ist die richtige Pflege des Haarkleides sehr wichtig. Durch regelmäßiges Bürsten kannst du deinen Hund während des Fellwechsels unterstützen und lose Haare entfernen. Das Kämmen löst Knoten und Verfilzungen aus dem Fell deines Hundes und fördert dabei die Durchblutung der Haut. Außerdem kannst du beim Bürsten die abgestorbenen Haare entfernen, bevor sie in der ganzen Wohnung verteilt sind. Das Herauskämmen abgestorbener Haare kann dazu beitragen, dass lose Haare weniger im Fell verbleiben und den Fellwechsel angenehmer machen. Während des Bürstens kannst du hervorragend prüfen, ob dein Hund Flöhe, Zecken oder Hautentzündungen hat. Verbinde das Bürsten doch mit einer schönen Kuscheleinheit. So kommt dein Hund in dieser stressigen Zeit zur Ruhe und ihr stärkt eure Bindung zueinander.

Die Fellpflege solltest du immer an den Felltypen deines Hundes anpassen, damit du beispielsweise keine Haare herausreißt. Je nach Art des Fells verläuft der Fellwechsel beim Hund mehr oder weniger intensiv. Wir zeigen dir die unterschiedlichen Felltypen und welche Pflege dafür geeignet ist.

Die fünf Felltypen beim Hund

Stockhaar: Bei diesem Haartypen haben die Hunde eine dicke Schicht Unterwolle und eine Schicht Deckhaar. Der Fellwechsel ist bei Stockhaar besonders intensiv, da im Frühjahr die gesamte Unterwolle abgeworfen wird. Es gibt kurzes Stockhaar, beispielsweise beim Rottweiler, längeres Stockhaar wie beim Deutschen Schäferhund und langes Stockhaar wie beim Colli. Hast du einen Hund mit Stockhaar solltest du ihn täglich kämmen und anschließend bürsten. Dafür eignen sich Fellkämme oder Naturhaarbürsten.

Kurzhaar oder Glatthaar: Hunde mit diesem Felltypen haben kaum oder gar keine Unterwolle. Ihr Fell besteht fast ausschließlich aus Deckhaaren. Hunderassen wie der Dalmatiner, Dobermann oder Galgo zählen zu den Hunden mit Kurzhaar. Diese Hunde wechseln meist ganzjährig ihr kurzes Deckhaar. Der Fellwechsel ist dadurch weniger intensiv. Allerdings können Hunde mit kurzem Fell schnell frieren oder einen Sonnenbrand bekommen. Wenn dein Hund kurzes Fell hat, solltest du ihn alle zwei bis drei Tage bürsten. Benutze dazu beispielsweise eine Bürste mit Naturborsten. Bürsten aus Metall sind für Kurzhaar-Hunde nicht geeignet. Zusätzlich kannst du die Durchblutung der Haut mit einer Massagebürste oder einem Massagehandschuh fördern.

Langhaar: Dieser Felltyp zeichnet sich durch langes Deckhaar aus. Die Hunde können sowohl wenig Unterwolle als auch viel Unterwolle haben. Durch das lange Fell und die Unterwolle entstehen schnell Verfilzungen und Knoten. Eine geeignete Fellpflege ist bei diesem Haartypen besonders wichtig. Hunderassen mit Langhaar sind beispielsweise der Border Collie, der Spaniel oder der Bobtail. Diese Hunde sollten täglich mit einem weitzahnigen Kamm gekämmt werden. So kannst du das Herausreißen von Haaren vermeiden. Außerdem gibt es viele spezielle Bürsten, um Verfilzungen und die dicke Unterwolle zu entfernen.

Lockiges Haar oder Wellhaar: Hund mit Wellhaar haben langes welliges Haar. Einige Hunderassen wie beispielsweise der Pudel haben Wellhaar und keine Unterwolle. Sie gelten als wenig haarend und können für Menschen mit Allergien besser geeignet sein. Allerdings kann eine Allergie auch durch Hautschuppen oder Speichel ausgelöst werden. Das Fell von Hunden mit Wellhaar wächst einfach immer weiter. Deshalb sollten diese Hunde regelmäßig geschoren werden. So nimmt das Haarkleid keine Überhand. Das regelmäßige Kämmen mit einem weitzahnigen Kamm kann außerdem Verknotungen vorbeugen.

Rauhaar: Eine typische Rasse für diesen Felltypen ist der Rauhaardackel und auch viele Terrier haben Rauhaar. Das Fell ist mittellang und fühlt sich leicht rau an. Bei Hunden mit Rauhaar sind das Deckhaar und die Unterwolle meist gleich lang. Dadurch können die abgestorbenen Haare nicht selbst ausfallen. Das Fell muss dann ausgebürstet oder gezupft werden. Dafür eignen sich spezielle Zupfbürsten oder Unterwollbürsten. Regelmäßiges Trimmen oder Scheren kann die Fellpflege bei Rauhaar-Hunden erleichtern.

Das Fell wächst nicht nach – was tun?

Normalerweise verläuft der Fellwechsel reibungslos, und das neue Fell wächst nach, ohne dass es zu Problemen kommt. Jedoch gibt es Situationen, in denen das Fell bei Hunden nicht wie erwartet nachwächst. Das wird als unvollständiger Fellwechsel oder Haarausfall bezeichnet und kann verschiedene Ursachen haben:

Hauterkrankungen: Bestimmte Hauterkrankungen wie Dermatitis, Pilzinfektionen oder Ekzeme können den normalen Fellwechsel beeinträchtigen und zu kahlen Stellen führen.

Parasitenbefall: Flöhe, Zecken oder andere Parasiten können die Haut des Hundes reizen und Haarausfall verursachen.

Allergien: Hunde können auf verschiedene Allergene wie Futtermittel, Umweltfaktoren oder bestimmte Pflegeprodukte allergisch reagieren, was zu Haarausfall führen kann.

Stress oder Angst: Starke emotionale Belastungen können den Fellwechsel beeinflussen und zu ungewöhnlichem Haarausfall führen.

Hole dir einen tierärztlichen Rat ein, wenn das Fell deines Hundes nicht nachwächst. Zusammen könnt ihr die Ursache finden und behandeln. Beachte, dass es einige Zeit dauert, bis das Fell deines Hundes wieder nachwächst. Zusätzlich kannst du deinen Hund mit einem hochwertigen Futter unterstützen. Bierhefe und ausgewählte Öle liefern wertvolle Nährstoffe für Haut und Fell.

Warum hochwertiges Hundefutter wichtig für den Fellwechsel ist

Durch eine gesunde und hochwertige Ernährung kannst du deinen Hund ebenfalls beim Fellwechsel unterstützen. Der Fellwechsel ist anstrengend für den Hund. Eine bedarfsgerechte Ernährung hilft dabei, den Nährstoffbedarf auch während des Fellwechsels zu decken. So kann der Fellwechsel Hunde stark beeinflussen. Während des Fellwechsels empfiehlt sich ein Futter mit hochwertigem Protein. Bierhefe liefert natürliche Nährstoffe, die zur Versorgung von Haut und Fell beitragen. Außerdem sorgen Zink und Vitamin A für gesunde Talgdrüsen. Während des Fellwechsels kannst du deinem Hund zusätzlich verschiedene Fette füttern. Beachte dabei, dass zu viel Öl zu Durchfall führen kann. Die folgenden Fette eignen sich hervorragend zur Unterstützung beim Fellwechsel:

Leinöl liefert Omega-3-Fettsäuren und ergänzt die Ernährung während des Fellwechsels.

Hanföl liefert wertvolle Fettsäuren und ergänzt die Versorgung von Haut und Fell.

Lachsöl ist eine natürliche Quelle langkettiger Omega-3-Fettsäuren und kann eine ausgewogene Ernährung sinnvoll ergänzen.

Vier Dinge, die du beim Fellwechsel beachten musst

Der Zeitpunkt, die Länge und die Intensität des Fellwechsels hängen von vielen Faktoren ab und können jedes Jahr unterschiedlich sein.

Mit einer regelmäßigen Fellpflege kannst du deinen Hund während des Fellwechsels unterstützen und lose Haare entfernen. Regelmäßiges Bürsten kann außerdem dazu beitragen, dass abgestorbene Haare nicht im Fell verbleiben.

Eine bedarfsgerechte Ernährung kann deinen Hund während des Fellwechsels unterstützen. Zutaten wie Bierhefe, Omega-3-Fettsäuren und Zink ergänzen die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen für Haut und Fell.

Bei starkem Juckreiz oder punktuellem Fellverlust solltest du dir einen tierärztlichen Rat einholen. Die Beschwerden können Anzeichen für Allergien oder Krankheiten sein.

Die 8 häufigsten Fragen zum Fellwechsel beim Hund

Der Fellwechsel – für dich vielleicht ein haariges Chaos, für deinen Hund ein natürlicher Prozess. In diesem Kapitel beantworten wir die häufigsten Fragen, um deinem Vierbeiner durch diese haarige Zeit zu helfen.

In welchen Monaten haben Hunde Fellwechsel?

Wenn der Frühling kommt und die Tage länger und wärmer werden, beginnt auch bei vielen Hunden der Fellwechsel. Also meistens im März oder April. Dein Liebling wirft dann sein dickes Winterfell ab, um Platz für ein leichteres Sommerfell zu machen. Im Herbst, ab September oder Oktober, verliert dein Hund sein Sommerfell. Dann wächst das Fell dichter nach, um deinen Hund für die kalte Jahreszeit zu schützen.

Was hilft bei Fellwechsel beim Hund?

Du kannst deinem Hund unterstützen, wenn er gerade mitten im Fellwechsel steckt. Eine ausgewogene Ernährung mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützt die Versorgung von Haut und Fell. Außerdem solltest du deinen Hund regelmäßig bürsten. So befreist du deinen Liebling von losem Fell und sorgst für eine angenehme Hautdurchblutung. Zusätzlich stärkt das Bürsten die Bindung zwischen dir und deinem Hund und macht den Fellwechsel für deinen Hund angenehmer.

Wie oft sollte man einen Hund beim Fellwechsel bürsten?

Je öfter, desto besser! Gerade während des Fellwechsels freuen sich viele Hunde über tägliches Bürsten. Es entfernt nicht nur lose Haare, sondern tut deinem Vierbeiner auch richtig gut. Und je nach Felltyp, beispielsweise bei langhaarigen Hunden, ist regelmäßiges Bürsten besonders empfehlenswert. So hilfst du deinem Hund, sich von der überschüssigen Unterwolle zu befreien und vermeidest, dass sich sein Fell verfilzt.

Ist Fellwechsel für Hunde anstrengend?

Ja, für viele Hunde ist der Fellwechsel eine echte Herausforderung. Während des Fellwechsels bildet der Körper neues Fell und stößt altes Haar ab. Das kann auch bedeuten, dass dein Hund in dieser Zeit müde oder etwas empfindlich ist. Ausreichend Ruhe, regelmäßige Fellpflege und eine bedarfsgerechte Ernährung können deinen Hund in dieser Zeit unterstützen.

Was tun, wenn der Hund kahle Stellen hat?

Wenn du bei deinem Hund kahle Stellen entdeckst, ist das oft ein Anzeichen für Hautprobleme, Allergien oder hormonelle Veränderungen. Eine tierärztliche Untersuchung hilft dir, herauszufinden, was genau los ist. Anschließend kann gemeinsam mit der Tierärztin oder dem Tierarzt die passende Behandlung festgelegt werden.

Was löst den Fellwechsel aus?

Hormonelle Veränderungen deines Hundes lösen seinen Fellwechsel aus. Wenn die Tage länger oder kürzer werden, signalisiert das deinem Hund, dass es Zeit ist, das Fell anzupassen.

Warum haart mein Hund im Winter?

Es kann irritierend sein, wenn dein Hund auch im Winter haart – aber das ist ganz normal. Dein Hund bekommt im Winter nicht einfach nur ein dickeres Fell. Er streift erst das Sommerfell ab und anschließend wächst ein dickeres Fell nach.

Wird mein Hund jemals aufhören, Haare zu verlieren?

Dein Hund wird immer Haare verlieren – das gehört einfach dazu. Außerhalb des Fellwechsels sollte das Haaren jedoch deutlich weniger werden. Pudel verlieren in der Regel deutlich weniger Haare als viele andere Hunderassen.

Unsere Tipps gegen die lästigen Hundehaare

Jetzt weißt du, wie du deinen Hund während des Fellwechsels sinnvoll unterstützen kannst. Hier noch ein paar Tipps, wie der Fellwechsel auch für dich entspannter wird:

Es gibt bereits verschiedene Fusselbälle oder „Anti-Haar-Kugeln“ welche du in die Waschmaschine legen kannst. Die Bälle sammeln die Haare während des Waschens auf.

Für den Staubsauger gibt es spezielle Aufsätze, mit denen du Möbelstücke ganz einfach von Tierhaaren befreien kannst.

Wenn es schnell gehen muss, hilft die altbekannte Fusselrolle oder Paketband, um die lästigen Haare zu entfernen.