Uratsteine beim Hund – Anzeichen erkennen und behandeln

Muss dein Hund häufig urinieren oder zeigt Beschwerden beim Wasserlassen? Solche Symptome können auf Harnwegsprobleme hinweisen und unter anderem im Zusammenhang mit Uratsteinen auftreten. Die kleinen Harnsteine können zu erheblichen Beschwerden führen und sollten tierärztlich abgeklärt werden. In diesem Artikel erfährst du, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und welche Maßnahmen dazu beitragen können, das Risiko für die Bildung neuer Uratsteine zu verringern.

Ofrieda, 16.08.2024 – Letzte Überprüfung: 15.06.2026

Kapitelübersicht

Uratsteine und Co. – Verschiedene Harnsteine beim Hund

Was sind Uratsteine?

Ursachen – Wann treten beim Hund Uratsteine auf?

Symptome – So erkennst bei deinem Hund Uratsteine

Diagnose – Das passiert in der Tierklinik

Behandlung – Das hilft deinem Hund

Die 11 häufigsten Fragen zu Uratsteinen beim Hund

Was passiert, wenn Uratsteine unbehandelt bleiben?

Uratsteine vorbeugen – So bleibt dein Hund gesund

Unser Fazit

Uratsteine und Co. – Verschiedene Harnsteine beim Hund

Uratsteine sind eine Form von Harnsteinen, die bei Hunden auftreten können. Harnsteine entstehen, wenn sich kleine Kristalle im Urin zusammenlagern und zu festen Ablagerungen werden. Sie bestehen aus unterschiedlichen Stoffen, die über den Harn ausgeschieden werden. Begünstigt werden kann die Bildung von Harnsteinen unter anderem durch eine hohe Konzentration bestimmter Stoffe im Urin sowie durch Veränderungen des Harnmilieus. Sie bilden sich vor allem in den Harnwegen oder der Harnblase und werden deshalb häufig auch als Blasensteine bezeichnet.

Welche Harnsteine beim Hund gibt es?

Die verschiedenen Arten von Harnsteinen werden nach ihrer Zusammensetzung benannt. Zu den häufigsten Harnsteinen beim Hund zählen Struvitsteine. Uratsteine treten dagegen vergleichsweise selten auf.

Struvitsteine
Calciumoxalatsteine
Cystinsteine
Uratsteine
Silikatsteine

Was sind Uratsteine?

Uratsteine, auch Harnsäuresteine oder Ammonium-Uratsteine genannt, bestehen überwiegend aus Uratverbindungen. Diese entstehen im Zusammenhang mit dem Purinstoffwechsel. Purine kommen in vielen Lebensmitteln vor. Fleisch, Innereien und einige Fischarten enthalten beispielsweise größere Mengen an Purinen, während Kartoffeln, Eier und Milchprodukte vergleichsweise purinarm sind. Ein niedriger Harn-pH-Wert von unter 6 und eine erhöhte Konzentration von Harnsäure im Urin können die Bildung von Uratsteinen begünstigen.

Begriffserklärung – Was ist der pH-Wert?

Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder basisch eine Flüssigkeit ist. Die Skala reicht von 0 bis 14. Je niedriger der Wert, desto saurer ist die Flüssigkeit. Orangensaft hat beispielsweise einen niedrigen pH-Wert und gilt daher als sauer.

Der Urin-pH-Wert von Hunden liegt häufig im leicht sauren bis neutralen Bereich und bewegt sich oft zwischen etwa 6 und 7.

Ursachen – Wann treten beim Hund Uratsteine auf?

Die Bildung von Uratsteinen kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden. Dazu zählen unter anderem eine genetische Veranlagung, bestimmte Stoffwechselbesonderheiten sowie ernährungsbedingte Einflüsse. Auch Vorerkrankungen können das Risiko für die Entstehung von Uratsteinen erhöhen.

Falsche Ernährung

Eine proteinreiche und purinreiche Fütterung kann die Bildung von Uratsteinen begünstigen. Uratsteine bestehen aus Harnsäure, die beim Abbau von Purinen entsteht. Enthält die Nahrung größere Mengen an Purinen, fällt beim Stoffwechsel entsprechend mehr Harnsäure an. Eine erhöhte Harnsäurekonzentration im Urin kann die Bildung von Uratsteinen begünstigen. Ein geeignetes Trockenfutter sollte maximal 50 mg Purin und 22 g Protein pro 100 g enthalten. Bei einem Nassfutter sollte der Puringehalt bei maximal 15 mg und der Proteingehalt bei maximal 6,25 g liegen.

Auch der Mineralstoffgehalt der Nahrung kann den Urin beeinflussen. Ein saures Urinmilieu kann die Bildung von Uratsteinen begünstigen.

Genetische Faktoren – Uratsteine bei Dalmatinern, Bulldoggen und Co.

Einige Hunderassen haben eine genetische Veranlagung für Uratsteine. Besonders Dalmatiner sind betroffen. Aufgrund einer erblich bedingten Besonderheit im Purinstoffwechsel scheiden sie vermehrt Harnsäure über den Urin aus und erkranken häufiger an Uratsteinen. Studien zufolge haben Dalmatiner eine 122,4-mal höhere Wahrscheinlichkeit, an Harnsteinen zu erkranken, als Hunde anderer Rassen. Auch Bulldoggen können von diesem Defekt betroffen sein. Eine Studie zeigte, dass Bulldoggen eine 43-mal höhere Wahrscheinlichkeit haben, an Harnsteinen zu erkranken als Hunde anderer Rassen (Bartges et al., 1994).

Erkrankungen, die Uratkristalle beim Hund begünstigen

Lebererkrankungen können die Bildung von Uratsteinen fördern. Normalerweise wird Harnsäure im Stoffwechsel weiter zu Allantoin verarbeitet, das Hunde leichter ausscheiden können. Bei bestimmten Lebererkrankungen kann dieser Prozess beeinträchtigt sein. Dadurch kann die Harnsäureausscheidung über den Urin zunehmen, was die Bildung von Uratsteinen begünstigen kann.

Auch chronische oder wiederkehrende Erkrankungen der Harnwege können das Risiko für die Bildung von Harnsteinen erhöhen. Veränderungen des Harnmilieus und des Harnflusses können dazu beitragen, dass sich Kristalle leichter bilden und ablagern.

Symptome – So erkennst du bei deinem Hund Uratsteine

Die Symptome von Uratsteinen ähneln häufig den Beschwerden einer Blasenentzündung. Oft treten die Beschwerden erst auf, wenn die Steine eine gewisse Größe erreicht haben. Je nach Größe und Lage können sie den Harnabfluss behindern oder die Harnröhre teilweise beziehungsweise vollständig verlegen. Mögliche Anzeichen sind:

Zu den häufigen Anzeichen von Uratsteinen zählen:

Schwierigkeiten beim Wasserlassen

Schmerzen beim Wasserlassen

häufiger Harndrang bei geringem oder ausbleibendem Urinabsatz

Blut im Urin

verlängerte Dauer des Harnabsatzes

Schmerzen beim Abtasten des Bauchraums

Inkontinenz

Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Appetitlosigkeit

Wenn dein Hund starke Schmerzen hat oder keinen Urin mehr ausscheidet, solltest du sofort eine Tierklinik aufsuchen. Die Beschwerden können auf einen Verschluss der Harnwege hindeuten. In diesem Fall kann der Urin nicht mehr normal abfließen, wodurch sich die Harnblase füllt und starke Schmerzen entstehen können. Ein Harnwegsverschluss ist ein tiermedizinischer Notfall und kann lebensbedrohlich werden. Deshalb sollte dein Hund schnell tierärztlich behandelt werden.

Diagnose – Das passiert in der Tierklinik

Uratsteine können durch eine allgemeine Untersuchung sowie mithilfe von Urin- und Blutanalysen, Ultraschalluntersuchungen oder Röntgenaufnahmen diagnostiziert werden. Ziel der Diagnostik ist es, die Art des Harnsteins zu bestimmen. Die Analyse der Steine ist wichtig, um die weitere Behandlung gezielt planen zu können.

Urinuntersuchung

Ein Urintest liefert erste Hinweise auf Uratsteine. Der Urin wird auf das Vorhandensein von Blut, Bakterien, Eiweiß, Entzündungszellen, Harnsäurekristallen und weiteren Parametern untersucht. Außerdem ist die Messung des pH-Werts wichtig. Ein saurer Urin (pH-Wert < 6) kann die Bildung von Uratsteinen begünstigen und liefert zusammen mit weiteren Untersuchungsergebnissen wichtige Hinweise für die Diagnose.

Röntgen

Röntgenaufnahmen sind eine Möglichkeit, Harnsteine sichtbar zu machen. Uratsteine lassen sich auf Röntgenbildern jedoch häufig nur eingeschränkt darstellen. Deshalb wird bei Verdacht auf Uratsteine oft ergänzend eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt.

Ultraschall

Ein Ultraschall ist eine weitere Methode zur Diagnose von Uratsteinen. Dabei können auch kleinere Steine sichtbar werden, die auf Röntgenaufnahmen nicht immer erkennbar sind. Die Untersuchung hilft dabei, Lage und Ausmaß von Uratsteinen und anderen Ablagerungen in den Harnwegen zu beurteilen.

Blutuntersuchung

Auch eine Blutuntersuchung kann wichtige Hinweise liefern. Bluttests helfen dabei, die Funktion von Leber und Nieren zu beurteilen und mögliche Stoffwechselstörungen zu erkennen.

Behandlung – Das hilft deinem Hund

Für die Wahl der geeigneten Behandlung ist die genaue Analyse der Harnsteine wichtig. Je nach Art der Steine kommen unterschiedliche Behandlungsmaßnahmen infrage. Das Team der Tierklinik erklärt dir die notwendigen Behandlungsschritte und erstellt einen auf deinen Hund abgestimmten Behandlungsplan. Liegen zusätzlich eine Lebererkrankung oder eine Harnwegsinfektion vor, sollten auch diese Erkrankungen entsprechend behandelt werden.

Ernährungsumstellung – Ernährung bei Uratsteinen

Je nach Art der Harnsteine kann eine angepasste Ernährung Bestandteil des tierärztlichen Behandlungskonzepts sein. Da sich die verschiedenen Harnsteinarten in ihrer Zusammensetzung unterscheiden, können sich auch die ernährungsbezogenen Empfehlungen unterscheiden.

Bei Hunden mit Uratsteinen wird in der Regel auf eine purinarme Ernährung mit angepasstem Proteingehalt geachtet. Fleisch, Fisch, Insekten und Innereien enthalten häufig größere Mengen an Purinen. Viele Gemüsesorten, Eier und Milchprodukte weisen dagegen einen vergleichsweise geringen Puringehalt auf. Zur Beurteilung eines Futters sollte jedoch immer der Puringehalt der gesamten Ration betrachtet werden. Einzelne Zutaten erlauben nicht immer Rückschlüsse auf den tatsächlichen Puringehalt des Futters. Einige Sorten enthalten beispielsweise Bierhefe, welche viel Purin enthält. Wenn aber nur ein geringer Anteil an Bierhefe enthalten ist, kann das Futter trotzdem purinarm sein. Im Zweifel kann der Hersteller Auskunft über den Puringehalt geben. Weitere Informationen zur purinarmen Fütterung deines Hundes findest du in diesem Beitrag.

Auch bei Kauartikeln kann der Puringehalt berücksichtigt werden. Schweineohren, Ochsenziemer oder Pansen werden aufgrund ihres vergleichsweise hohen Puringehalts bei Hunden mit Uratsteinen häufig vermieden. In unserem Shop findest du außerdem Kauartikel mit reduziertem Puringehalt.

Flüssigkeitsaufnahme erhöhen

Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme spielt bei Hunden mit Uratsteinen eine wichtige Rolle. Sie kann dazu beitragen, den Urin zu verdünnen und die Bildung weiterer Kristalle zu erschweren. Allerdings kann es schwer sein, deinen Hund dazu zu bringen, mehr zu trinken. Eine häufig empfohlene Möglichkeit ist die Fütterung von angefeuchtetem Futter. Nassfutter enthält etwa 80 % Feuchtigkeit und kann helfen, die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen. Wenn dein Hund lieber Trockenfutter frisst, kannst du es mit Wasser vermischen. Häufig wird dabei etwa ein Teil Trockenfutter mit drei Teilen Wasser kombiniert. Also beispielsweise 50 g Trockenfutter mit 150 g Wasser.

Biete deinem Hund zusätzlich ausreichend Trinkmöglichkeiten an. Stelle dazu beispielsweise mehrere Wassernäpfe auf. Auch ein Trinkbrunnen kann die Wasseraufnahme deines Hundes erhöhen. Die im Handel erhältlichen Trinkbrunnen für Katzen werden häufig auch von Hunden genutzt. Zusätzlich kannst du das Wasser mit etwas ungesalzener Brühe, Joghurt oder Milch aromatisieren. Das macht das Wasser für viele Hunde attraktiver. Achte dabei darauf, dass dein Hund Laktose verträgt, und tausche das aromatisierte Wasser regelmäßig aus.

Fütterungsempfehlung – Purinarmes Futter für Hunde mit Uratsteinen

Für Hunde mit Uratsteinen empfehlen wir unser Diät-Alleinfuttermittel der Sorte Held vom Feld. Die Rezeptur zeichnet sich durch einen begrenzten Proteingehalt, ausgewählte Proteinquellen und einen niedrigen Puringehalt aus. Als Proteinquellen kommen Kartoffel und Ei zum Einsatz. Das Trockenfutter enthält nur 21 mg Purin pro 100 g, das Nassfutter sogar nur 3,9 mg Purin pro 100 g. Aufgrund seiner Zusammensetzung eignet sich Held vom Feld zur purinarmen Ernährung von Hunden mit Uratsteinen und zur Verringerung der Uratsteinbildung. Weitere Informationen zur Zusammensetzung und Fütterung findest du auf den Produktseiten.

Alkalisierung des Urins – So erhöhst du den pH-Wert

Ein niedriger Harn-pH-Wert kann die Bildung von Uratsteinen begünstigen. Daher kann es im Rahmen der tierärztlichen Behandlung sinnvoll sein, den pH-Wert des Urins anzuheben. Häufig wird bei Hunden mit Uratsteinen ein Harn-pH-Wert zwischen 6,5 und 7,2 angestrebt. In bestimmten Fällen kann zur Unterstützung der Auflösung von Uratsteinen vorübergehend auch ein höherer pH-Wert sinnvoll sein. Dies sollte jedoch immer tierärztlich begleitet werden, da ein dauerhaft zu hoher pH-Wert die Bildung anderer Harnsteinarten begünstigen kann.

Zur Alkalisierung des Urins können tierärztlich empfohlene Zusätze wie Natrium- oder Kaliumbikarbonat beziehungsweise Kaliumcitrat eingesetzt werden. Sprich die Gabe solcher Zusätze immer mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt ab, da ein zu hoher pH-Wert die Bildung anderer Harnsteine, beispielsweise Struvitsteine, fördern kann.

Medikamente – Allopurinol bei Uratsteinen

Reicht eine Anpassung der Ernährung allein nicht aus, können je nach Ursache und Befund zusätzliche Medikamente erforderlich sein. Ein häufig eingesetzter Wirkstoff bei Uratsteinen ist Allopurinol. Das Medikament hemmt die Xanthinoxidase und reduziert dadurch die Bildung von Harnsäure. Dadurch kann die Konzentration von Harnsäure im Urin sinken, was die Bildung von Uratsteinen erschweren kann.

 

Eine zu hohe Dosierung von Allopurinol kann das Risiko für Xanthinsteine erhöhen. Sprich die Dosierung des Medikaments daher unbedingt tierärztlich ab. Um das Risiko für Xanthinsteine zu verringern, wird Allopurinol in der Regel mit einer purinarmen Ernährung kombiniert. Hunde mit einer Niereninsuffizienz sollten Allopurinol nur in angepasster Dosierung und unter enger tierärztlicher Beobachtung erhalten. Das Team der Tierklinik erklärt dir, ob eine Behandlung mit Allopurinol für deinen Hund sinnvoll ist und was du dabei beachten solltest.

Operationen

Wenn die Steine sehr groß sind oder die Harnröhre blockieren, kann eine operative Entfernung erforderlich werden. Ein Verschluss der Harnröhre kann zu schwerwiegenden Komplikationen bis hin zu einem akuten Nierenversagen führen und stellt einen tiermedizinischen Notfall dar. In diesem Fall benötigt dein Hund umgehend tierärztliche Behandlung.

Zur operativen Entfernung von Uratsteinen stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung:

Zystotomie

Bei einer Zystotomie wird die Harnblase geöffnet, um die vorhandenen Steine zu entfernen.

Urethrostomie

Wenn Uratsteine die Harnröhre blockieren, kann eine Urethrostomie erforderlich werden. Dabei wird operativ ein neuer Harnröhrenausgang angelegt, damit der Urin wieder abfließen kann. Häufig wird zusätzlich vorübergehend ein Katheter eingesetzt.

Laserlithotripsie

Bei der Laserlithotripsie werden die Uratsteine mit einem Laser in kleinere Fragmente zerlegt, die anschließend leichter ausgeschieden werden können.

Endoskopische Entfernung

Bei diesem Verfahren werden die Uratsteine mithilfe eines Endoskops direkt aus der Harnblase oder der Harnröhre entfernt.

Hausmittel bei Uratsteinen

Manche Hundehaltende setzen ergänzend auf Hausmittel, um den pH-Wert des Urins zu beeinflussen. Häufig genannt werden beispielsweise Apfelessig, Olivenöl oder Ingwer. Für eine Wirksamkeit dieser Hausmittel bei Uratsteinen gibt es bislang keine wissenschaftlichen Nachweise.

Kräuter wie Löwenzahn und Brennnessel werden traditionell eingesetzt, um die Harnproduktion zu fördern. Du kannst sie deinem Hund beispielsweise als abgekühlten Tee anbieten. Für die Behandlung von Uratsteinen reicht die Gabe solcher Kräuter jedoch nicht aus.

Wichtig ist, dass die Wirksamkeit von Hausmitteln bei Uratsteinen wissenschaftlich nicht belegt ist. Bei Uratsteinen sollte immer eine tierärztliche Abklärung und Behandlung erfolgen. Hausmittel können eine tierärztliche Therapie nicht ersetzen.

Die 11 häufigsten Fragen zu Uratsteinen beim Hund

Wurde bei deinem Hund ein Uratstein festgestellt oder besteht der Verdacht auf Uratsteine? Dann tauchen oft viele Fragen auf. Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Ursachen, Behandlung und Ernährung bei Uratsteinen beim Hund.

Was sind Uratsteine?

Uratsteine sind Harnsteine, die sich aus Kristallen im Harntrakt deines Hundes bilden. Eine erhöhte Konzentration von Harnsäure im Urin kann ihre Bildung begünstigen. Uratsteine können Beschwerden verursachen, starke Schmerzen auslösen und den Harnabfluss behindern.

Warum bekommt ein Hund Uratsteine?

Die Bildung von Uratsteinen kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden. Dazu zählen genetische Veranlagungen, ernährungsbedingte Einflüsse, eine geringe Flüssigkeitsaufnahme sowie bestimmte Stoffwechsel- oder Lebererkrankungen. Bestimmte Hunderassen weisen zudem eine genetische Veranlagung auf und haben deshalb ein erhöhtes Risiko für Uratsteine.

Welche Hunderassen sind besonders anfällig für Uratsteine?

Dalmatiner und Englische Bulldoggen sind anfälliger für Uratsteine. Diese Rassen weisen genetisch bedingte Besonderheiten im Harnsäurestoffwechsel auf, wodurch erhöhte Harnsäurekonzentrationen im Urin auftreten können. Dadurch steigt das Risiko für Uratsteine.

Wie merkt man Uratsteine beim Hund?

Zu den häufigen Anzeichen von Uratsteinen zählen häufiges Urinieren, Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen oder Inkontinenz. Da diese Beschwerden auch bei anderen Erkrankungen auftreten können, sollten sie tierärztlich abgeklärt werden. Bei starken Schmerzen oder ausbleibendem Urinabsatz solltest du umgehend eine Tierklinik aufsuchen.

Wie gefährlich sind Uratsteine beim Hund?

Uratsteine können für Hunde sehr gefährlich werden, insbesondere wenn sie den Harnabfluss behindern. Neben Schmerzen können sie zu einem Verschluss der Harnwege führen. Ein solcher Harnwegsverschluss ist ein tiermedizinischer Notfall und sollte umgehend behandelt werden.

Wie werden Uratsteine diagnostiziert?

Urinanalysen, bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall sowie Bluttests helfen dabei, Uratsteine zu diagnostizieren. Mit diesen Untersuchungen lassen sich Lage und Größe der Steine beurteilen und wichtige Informationen zum allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes gewinnen.

Was hilft gegen Uratsteine beim Hund?

Die Behandlung von Uratsteinen richtet sich nach Ursache, Größe und Lage der Steine. Je nach Befund können eine Ernährungsanpassung, Medikamente oder operative Maßnahmen infrage kommen. Eine purinarme Ernährung ist bei vielen Hunden ein wichtiger Bestandteil des Behandlungskonzepts.

Was dürfen Hunde mit Uratsteinen fressen?

Bei Hunden mit Uratsteinen wird in der Regel auf eine purinarme Ernährung geachtet. Weitere Informationen zur purinarmen Fütterung findest du in diesem Beitrag.

Ist eine Operation immer notwendig, um Uratsteine zu entfernen?

Eine Operation ist nicht immer notwendig, um Uratsteine zu entfernen. In bestimmten Fällen können kleinere Uratsteine auch ohne Operation behandelt werden. Welche Therapie infrage kommt, hängt unter anderem von Ursache, Zusammensetzung, Größe und Lage der Steine ab. Sind die Steine sehr groß oder behindern sie den Harnfluss, kann eine operative Entfernung erforderlich werden. Die Entscheidung über die geeignete Behandlung trifft die Tierärztin oder der Tierarzt auf Grundlage der individuellen Situation des Hundes.

Wie teuer ist eine Blasenstein-OP beim Hund?

Die Kosten für eine Blasenstein-Operation variieren je nach Klinik, Operationsmethode und individuellem Aufwand. In vielen Fällen liegen sie im Bereich von etwa 500 bis 1.500 Euro, können im Einzelfall jedoch auch darüber oder darunter liegen.

Wie hoch ist das Rückfallrisiko bei Uratsteinen?

Das Rückfallrisiko bei Uratsteinen kann erhöht sein, insbesondere wenn eine genetische Veranlagung oder eine Störung des Harnsäurestoffwechsels vorliegt. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen, Urinanalysen und eine angepasste Ernährung können dazu beitragen, das Risiko für die erneute Bildung von Uratsteinen zu verringern.

Was passiert, wenn Uratsteine unbehandelt bleiben?

Die Behandlung von Uratsteinen ist wichtig, da sie verschiedene gesundheitliche Probleme verursachen können. Neben Schmerzen, Harnwegsinfektionen und Blasenentzündungen können unbehandelte Uratsteine langfristige Nierenschäden verursachen oder zu einem Verschluss der Harnröhre führen. In diesem Fall kann dein Hund keinen Urin mehr absetzen und benötigt umgehend tierärztliche Hilfe. Bei Verdacht auf Uratsteine solltest du deinen Hund deshalb tierärztlich untersuchen lassen.

Uratsteine vorbeugen

Hunde, die bereits an Uratsteinen erkrankt waren, haben ein erhöhtes Risiko für die erneute Bildung von Harnsteinen. Um dieses Risiko zu verringern, spielen eine purinarme Ernährung und regelmäßige Nachkontrollen eine wichtige Rolle. In der Tierklinik oder mithilfe geeigneter Teststreifen kann der pH-Wert des Urins überprüft werden. Weicht der Wert dauerhaft vom empfohlenen Bereich von 6,5 bis 7,2 ab, sollte dies tierärztlich abgeklärt werden.

 

Je nach individueller Situation können auch Medikamente oder ergänzende Maßnahmen dazu beitragen, das Risiko für die erneute Bildung von Uratsteinen zu verringern. Die Gabe von Medikamenten oder Nahrungsergänzungen sollte immer tierärztlich abgestimmt werden.

Purinarme Ernährung zur Vorbeugung von Uratsteinen

Eine purinarme Ernährung kann dazu beitragen, das Risiko für die Bildung von Uratsteinen zu verringern. Zur Vorbeugung wird daher häufig eine entsprechende Diät empfohlen. Um dir die purinarme Fütterung zu erleichtern, haben wir die Sorte Held vom Feld entwickelt. Dabei handelt es sich um ein purinarmes Das Diät-Alleinfuttermittel zur Verringerung der Uratsteinbildung. Die Sorte zeichnet sich durch ausgewählte Proteinquellen und einen niedrigen Puringehalt aus. Das Trockenfutter enthält 21 mg Purin pro 100 g, das Nassfutter 3,9 mg Purin pro 100 g. Kartoffeln und Ei dienen als Proteinquellen und sorgen für eine hohe Akzeptanz. Weitere Informationen findest du auf den Produktseiten.

Unser Fazit

Uratsteine beim Hund sind eine ernstzunehmende Erkrankung, die tierärztlich abgeklärt und behandelt werden sollte. Eine angepasste Ernährung, eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und gegebenenfalls weitere tierärztliche Maßnahmen spielen eine wichtige Rolle im Umgang mit Uratsteinen. Achte auf mögliche Symptome und lasse deinen Hund bei Verdacht tierärztlich untersuchen. So können Uratsteine frühzeitig erkannt und geeignete Maßnahmen eingeleitet werden.