Purinarmes Hundefutter

Diät-Alleinfuttermittel mit ausgewählten Proteinquellen und reduziertem Puringehalt. Geeignet für Hunde mit besonderem Anspruch an den Purinstoffwechsel.

Häufig eingesetzt im Rahmen eines tierärztlichen Ernährungskonzepts bei Leishmaniose.

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Diät-Alleinfuttermittel für adulte Hunde

Diät-Alleinfuttermittel für adulte Hunde zur Unterstützung der Nierenfunktion bei chronischer Niereninsuffizienz sowie zur Verringerung der Uratsteinbildung. Diese Futtermittel zeichnen sich durch einen begrenzten Proteingehalt, ausgewählte Proteinquellen und einen niedrigen Puringehalt aus. Empfohlene Fütterungsdauer: zunächst bis zu sechs Monate, bei irreversibler Störung des Harnsäurestoffwechsels lebenslang. Es wird empfohlen, vor der Verwendung oder vor Verlängerung der Fütterungsdauer den Rat eines Tierarztes einzuholen.

Purinarmes Hundefutter – Was ist das überhaupt?

Eine purinarme Ernährung wird häufig im Zusammenhang mit Leishmaniose, Uratstein-Problematiken oder bei Hunderassen mit empfindlichem Purinstoffwechsel thematisiert. In diesem Artikel erfährst du, worauf es bei purinarmem Hundefutter ankommt und welche Zutaten typischerweise enthalten sind.

Was sind Purine?

Purine sind natürliche Bestandteile von Zellen und kommen sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Zutaten vor. Beim Stoffwechsel werden sie im Körper weiterverarbeitet und über den Urin ausgeschieden.

Für manche Hunde kann eine purinbewusste Ernährung sinnvoll sein. Beispielsweise bei besonderem Bedarf im Purinstoffwechsel oder wenn eine purinreduzierte Fütterung tierärztlich empfohlen wurde. Dabei achtet man auf ausgewählte Proteinquellen und einen angepassten Puringehalt im Futter.

Wann kann eine purinbewusste Ernährung sinnvoll sein?

Bei bestimmten Erkrankungen oder Stoffwechselbesonderheiten kann eine purinreduzierte Ernährung Teil eines tierärztlichen Ernährungskonzepts sein.

1. Bei besonderem Bedarf im Purinstoffwechsel

Eine purinreduzierte Ernährung wird häufig im Zusammenhang mit der Erkrankung Leishmaniose oder anderen Situationen eingesetzt, in denen auf den Puringehalt der Nahrung geachtet werden soll. Dabei stehen ausgewählte Proteinquellen und ein angepasster Puringehalt im Fokus der Fütterung.

2. Bei besonderen Anforderungen an Nieren und Harnwege

Auch bei Hunden mit besonderen Anforderungen an Harnwege oder Nieren achten viele Halter auf eine angepasste Ernährung mit ausgewählten Zutaten und reduziertem Puringehalt. Besonders im Zusammenhang mit Uratstein-Problematiken wird häufig auf purinbewusste Rezepturen geachtet.

3. Für Rassen mit empfindlichem Purinstoffwechsel

Einige Hunderassen – darunter Dalmatiner – gelten als empfindlicher im Purinstoffwechsel. Deshalb können eine purinreduzierte Rezeptur und ausgewählte Proteinquellen für diese Hunde sinnvoll sein.

Worauf kommt es beim Puringehalt an?

Viele Futtermittelhersteller machen keine genauen Angaben zum Puringehalt ihrer Produkte. Deshalb ist es oft schwierig, purinarmes Hundefutter direkt zu vergleichen. Eine einheitliche gesetzliche Definition dafür, wann ein Hundefutter als „purinarm“ gilt, gibt es derzeit nicht. In der Praxis werden teilweise Werte unter etwa 50 mg Purin pro 100 g Trockenfutter beziehungsweise unter etwa 15 mg pro 100 g Nassfutter als Orientierung genannt.

Rezepturen mit hohem Anteil an Innereien oder purinreicher tierischer Bestandteile können einen höheren Puringehalt aufweisen. Vegetarische oder vegane Rezepturen haben je nach Zusammensetzung einen geringeren Puringehalt und können somit eine Alternative darstellen. Purine vollständig zu vermeiden, ist nicht möglich, da sie natürlicherweise in pflanzlichen und tierischen Zutaten vorkommen. Ein Hundefutter ohne Purin gibt es also nicht.

Häufige Zutaten in purinarmem Hundefutter

Es ist oft nicht einfach, Rezepturen mit reduziertem Puringehalt und gleichzeitig passender Proteinversorgung zu finden. Denn viele eiweißreiche Zutaten wie Fleisch oder Hülsenfrüchte enthalten natürlicherweise auch mehr Purine. Wir zeigen dir typische Zutaten in purinreduziertem Hundefutter:

  • Eier enthalten vergleichsweise wenig Purin und dienen als gute Proteinquelle.
  • Lupinen werden häufig als pflanzliche Proteinquelle mit vergleichsweise niedrigem Puringehalt verwendet.
  • Hüttenkäse und andere Milchprodukte wie Naturjoghurt oder Quark enthalten meist weniger Purine, liefern aber trotzdem Proteine.
  • Getreidesorten wie Mais, Hirse oder Weizen werden häufig in purinbewussten Rezepturen eingesetzt..
  • Kartoffeln und Reis dienen oft als gut verträgliche Kohlenhydratquellen mit niedrigem Puringehalt.

Zutaten mit höherem Puringehalt

Einige Zutaten enthalten natürlicherweise mehr Purine und werden deshalb in purinbewussten Rezepturen weniger oder gar nicht eingesetzt. Entscheidend ist dabei immer die Zusammensetzung der gesamten Mahlzeit und nicht ausschließlich der Puringehalt einzelner Zutaten.

Häufig als purinreicher eingeordnet werden unter anderem:

  • Innereien wie Leber, Milz, Niere oder Herz
  • Bestimmte Fleisch- und Fischsorten, darunter Rindfleisch, Wild oder Lamm sowie Fischarten wie Sardinen oder Makrelen
  • Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen oder Linsen, die zwar Protein liefern, aber je nach Sorte auch mehr Purine enthalten können
  • Hefe, die häufig einen vergleichsweise hohen Puringehalt aufweist
  • Insektenprotein, beispielsweise aus Hermetia illucens
  • Fertige Rezepturen mit sehr hohem Anteil purinreicher tierischer Bestandteile (z.B. Innereien)

Welche Zutaten sinnvoll sind, hängt immer von der individuellen Ernährungssituation des Hundes und der Gesamtrezeptur ab.

Transparente Angaben statt pauschaler Aussagen

Bei purinarmen Rezepturen lohnt sich ein genauer Blick auf die Zusammensetzung des Futters. Denn die Zutatenliste allein sagt oft wenig über den tatsächlichen Puringehalt aus. Aussagekräftiger sind konkrete Angaben zum analysierten Puringehalt des Futters. Einige Hersteller lassen ihre Rezepturen im Labor prüfen und stellen entsprechende Werte zur Verfügung. Da es keine einheitlich festgelegte Definition für „purinarm“ gibt, helfen nachvollziehbare Analysewerte dabei, verschiedene Produkte besser einzuordnen und zu vergleichen.

Purinarmes Nass- und Trockenfutter richtig vergleichen

Beim Vergleich von purinarmem Nass- und Trockenfutter lohnt sich ein genauer Blick auf die tatsächliche Fütterungsmenge. Denn Nassfutter enthält zwar häufig weniger Purin pro 100 g, wird aber in deutlich größeren Mengen gefüttert als Trockenfutter. Deshalb ist nicht nur der Puringehalt pro 100 g entscheidend, sondern auch die empfohlene Tagesration. Je nach Rezeptur und Feuchtigkeitsgehalt kann die tatsächliche Purinaufnahme unterschiedlich ausfallen. Für eine bessere Vergleichbarkeit sind deshalb sowohl der analysierte Puringehalt als auch die tägliche Futtermenge bedeutsam.

Purinarme Snacks für Hunde

Auch Snacks und Belohnungen können zur täglichen Purinaufnahme beitragen. Achte deshalb bei einer purinreduzierten Fütterung nicht nur auf das Hauptfutter, sondern auch auf die Zusammensetzung von Leckerlis. Einige beliebte Snacks, beispielsweise Pansen, Schweineohren oder bestimmte Fleischsnacks, können einen höheren Puringehalt aufweisen.

Als Alternative können Snacks mit ausgewählten Zutaten, wie kleine Käsewürfel, purinarme Leckerlis oder kleine Portionen purinreduziertes Trockenfutter verwendet werden.