Futterumstellung beim Hund – Nebenwirkungen, Dauer und Erfahrungen

Du möchtest das Futter für deinen Hund umstellen? Wir zeigen dir, wie du dabei vorgehen kannst und welche Begleiterscheinungen während der Umstellung möglich sind.

Ofrieda, 06.01.2022 – Letzte Überprüfung: 23.07.2026

Kapitelübersicht

Gründe für eine Hundefutter Umstellung

Wie stellst du am besten Hundefutter um?

Futterumstellung bei verschiedenen Futterarten

Was du nach der Umstellung beachten solltest

Die 10 häufigsten Fragen zur Futterumstellung

Umfrage zur Futterumstellung beim Hund - Das sind die Ergebnisse

Erfahrungsberichte von unseren Kundinnen

Gründe für eine Hundefutter Umstellung

Eine Futterumstellung kann unterschiedliche Ursachen haben. Eine Studie der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) hat mehr als 700 Hundehalter/-innen befragt. Die Ergebnisse der Studie zeigen die häufigsten Gründe für eine Umstellung des Futters. Auch unsere Erfahrungen zeigen, dass die Gründe für eine Futterumstellung sehr unterschiedlich sein können.

Futterumstellung bei der Altersanpassung

Je nach Alter deines Hundes solltest du das Futter an seine Bedürfnisse anpassen. Welpen benötigen beispielsweise viel Energie für eine gesunde Entwicklung. Nach dem Welpenalter verändert sich der Nährstoffbedarf und du solltest auf ein Futter für erwachsene Hunde umstellen. Auch für ältere Hunde gibt es spezielles Futter. Im Alter sind Hunde meist weniger aktiv und haben einen anderen Nährstoffbedarf. Seniorenfutter sind auf die Bedürfnisse älterer Hunde abgestimmt. Das heißt nicht, dass dein Hund ab der Umstellung auf ein Seniorenfutter alt ist. Ein geeignetes Futter berücksichtigt die veränderten Ernährungsbedürfnisse älterer Hunde und kann helfen, den Nährstoffbedarf entsprechend der Lebensphase zu decken. Laut der Studie der LMU stellten 19 % der Befragten das Futter um, damit es an die Lebensphase des Hundes angepasst ist.

Futterumstellung aufgrund von Erkrankungen

Dein Hund ist erkrankt und soll auf ein anderes Futter umgestellt werden? 17 % der Befragten haben das Futter aufgrund von Erkrankungen des Hundes umgestellt. Häufig erfolgt eine Futterumstellung bei Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Blähungen oder Erbrechen. Auch Erkrankungen wie Bauchspeicheldrüsenprobleme oder Diabetes können eine Anpassung der Ernährung erforderlich machen.

Futterumstellung bei Allergien und Unverträglichkeiten

Leidet dein Hund unter Allergien oder Unverträglichkeiten? In manchen Fällen können Futtermittelbestandteile Juckreiz oder Durchfall auslösen. Ein Wechsel zu einem hypoallergenen Futter kann bei einer Futtermittelallergie oder -unverträglichkeit sinnvoll sein. Dadurch kannst du den Kontakt mit bestimmten Futtermittelallergenen reduzieren. Wie schnell sich Beschwerden bessern, ist von Hund zu Hund unterschiedlich und hängt unter anderem von der Ursache und der individuellen Reaktion ab. Mehr Informationen über hypoallergenes Hundefutter findest du hier.

Futterumstellung beim Hund für Abwechslung im Napf

Jeden Tag das Gleiche essen? Für uns Menschen unvorstellbar. 7 % der Befragten der LMU stellten das Futter um, damit ihr Hund Abwechslung bekommt. Unsere Hunde sind allerdings oft mit einer Futtersorte zufrieden. Wichtig ist nur, dass der Nährstoffbedarf deines Hundes durch sein Futter gedeckt ist. Ein Wechsel zwischen verschiedenen Sorten ist dafür meist nicht nötig. Tatsächlich kann ein häufiger Futterwechsel empfindliche Hunde belasten. Die Umstellung auf neue Zutaten kann den Magen-Darm-Trakt zunächst beanspruchen. Vor allem bei empfindlichen Hunden kann eine häufige Futterumstellung Durchfall, Blähungen oder Erbrechen auslösen. Zwischen verschiedenen Futtersorten zu wechseln, nur um für Abwechslung zu sorgen, ist daher meist nicht erforderlich.

Futterumstellung für ein gutes Gewissen

Viele Hunde werden mit Fleisch ernährt. Gleichzeitig achten immer mehr Menschen auch bei der Ernährung ihres Hundes auf Nachhaltigkeit und Tierwohl. Hundefutter aus Insekten oder vegetarisches Hundefutter können deinen Hund ebenfalls mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen. Außerdem können sie eine nachhaltigere Alternative zu herkömmlichem Hundefutter sein. Mit einem Wechsel zu einem nachhaltigen Hundefutter kannst du einen Beitrag zum Umwelt- und Tierschutz leisten. Mehr Informationen darüber, wie du deinen Hund ohne Fleisch ernähren kannst, findest du hier.

Wann du das Futter nicht umstellen solltest

Tatsächlich gibt es auch Umstände, bei denen du das Futter deines Hundes nicht wechseln solltest. Eine Futterumstellung kann die Verdauung deines Hundes vorübergehend beanspruchen und bei manchen Hunden Stress verursachen. Vor allem bei empfindlichen Hunden kann ein häufiger Futterwechsel zu Magen-Darm-Problemen führen.

Dein Hund leidet unter Unverträglichkeiten oder Allergien? Wenn du ein Futter gefunden hast, das dein Hund gut verträgt, solltest du es möglichst nicht mehr wechseln. Eine neue Zutat kann bei empfindlichen Hunden erneut allergische Reaktionen auslösen. Um die verschiedenen Allergie-Auslöser zu ermitteln, wird häufig eine Ausschlussdiät durchgeführt. Bei einer Ausschlussdiät bekommt dein Hund nur eine Protein- und eine Kohlenhydratquelle, die er noch nie gefressen hat. Meist handelt es sich dabei um einen Zeitraum von sechs bis zwölf Wochen. In dieser Zeit solltest du dich genau an die Vorgaben halten, damit die Ausschlussdiät ein Erfolg wird. Bitte beachte, dass eine Ausschlussdiät häufig nicht bedarfsdeckend ist. Stelle daher nach der Ausschlussdiät auf ein verträgliches Alleinfuttermittel um oder ergänze die Mahlzeit mit entsprechenden Nährstoffen.

Manchmal benötigen Hunde ein spezielles Diätfutter, das an ihre individuellen Bedürfnisse angepasst ist. Auch dann solltest du nicht zu einem anderen Futter wechseln. Solltest du dir unsicher sein, hole dir am besten einen tierärztlichen Rat ein.

Wie stellst du am besten Hundefutter um?

Da jeder Hund individuell auf eine Futterumstellung reagiert, gibt es keine optimale Vorgehensweise bei der Umstellung des Futters. Einige stellen das Hundefutter sofort um, andere gewöhnen ihren Hund langsam an die neue Ernährung. Nach unserer Erfahrung kann eine schrittweise Futterumstellung vielen Hunden die Umstellung auf das neue Futter erleichtern.

Wie lange dauert die Futterumstellung beim Hund?

Die Dauer der Futterumstellung ist von der individuellen Reaktion deines Hundes abhängig. Die Umstellung sollte möglichst langsam und schrittweise erfolgen. In vielen Fällen reicht dafür ein Zeitraum von etwa sieben Tagen aus. In dieser Zeit kann sich dein Hund schrittweise an das neue Futter gewöhnen. Mische am Anfang das neue Hundefutter unter das gewohnte Futter deines Hundes. Eine Futterumstellung könnte zum Beispiel so ablaufen:

Tag 1-2:
25 % Ofrieda

Tag 3-4:
50 % Ofrieda

Tag 5-6:
75 % Ofrieda

Ab Tag 7:
100 % Ofrieda

Auch bei einer langsamen Futterumstellung kann dein Hund Durchfall oder andere Verdauungsprobleme bekommen. Leichte Verdauungsbeschwerden können in den ersten Tagen oder Wochen einer Futterumstellung auftreten. Dein Hund benötigt Zeit, um sich an das neue Futter zu gewöhnen. Erst anschließend kann beurteilt werden, ob er das neue Futter verträgt. Sollten die Beschwerden stärker werden oder länger anhalten, solltest du tierärztlichen Rat einholen. Gemeinsam kann dann entschieden werden, ob ein anderes Futter sinnvoll ist.

 

In den meisten Fällen verläuft eine langsame und schrittweise Futterumstellung ohne größere Probleme und dein Hund gewöhnt sich nach und nach an das neue Futter.

Futter umstellen bei Hunden mit Allergien und Unverträglichkeiten

Bei Hunden, die unter Allergien oder Unverträglichkeiten leiden, ist eine Futterumstellung oft komplizierter. Bei der Auswahl des neuen Futters solltest du unbedingt darauf achten, dass dein Hund alle Zutaten verträgt.

Wenn dein Hund starke akute Beschwerden hat, kann eine sofortige Futterumstellung sinnvoll sein. Durch die prompte Umstellung kannst du den Kontakt mit dem vermuteten Allergieauslöser reduzieren.

Aber auch eine langsamere Futterumstellung kann sinnvoll sein. Wenn dein Hund einen sensiblen Magen hat, kann es sinnvoll sein, sich für die Umstellung etwa 14 Tage Zeit zu nehmen. Warte dabei jeweils drei bis vier Tage, bis du die Menge des neuen Futters erhöhst. Auch das Unterteilen in zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag kann den Magen deines Hundes entlasten und die Futterumstellung erleichtern.

Futterumstellung bei verschiedenen Futterarten

Bei der Umstellung zwischen verschiedenen Sorten ist das Untermischen des neuen Futters oft kein Problem. Manche Hunde können bei einem Wechsel der Futterart allerdings skeptisch sein, da sie das neue Futter nicht kennen. Und wie stellst du eigentlich von Nass- auf Trockenfutter oder von BARF auf Alleinfutter um?

Umstellen von Nass- auf Trockenfutter und umgekehrt

Manchmal ist auch eine Umstellung der Futterart sinnvoll. Nass- und Trockenfutter unterscheiden sich deutlich im Feuchtigkeitsgehalt. Dein Hund muss sich also nicht nur an ein neues Futter, sondern auch an die neue Art der Wasseraufnahme gewöhnen. Bei der Fütterung mit Nassfutter wird ein Teil des Wasserbedarfs durch das Futter gedeckt. Wechselst du zu Trockenfutter, fehlt die Wasseraufnahme über die Nahrung. Deshalb kann es vorkommen, dass dein Hund nach der Futterumstellung viel trinkt. Das ist in der Regel unproblematisch, solange deinem Hund jederzeit ausreichend frisches Wasser zur Verfügung steht.

Plane für den Wechsel der Futterart am Besten etwa zwei Wochen ein. Bei der Umstellung kannst du beispielsweise einige Kroketten Trockenfutter unter das Nassfutter mischen. Oder andersherum ein paar Löffel Nassfutter zum Trockenfutter geben. Mit einer langsamen und schonenden Futterumstellung lässt sich auch der Wechsel zu einer anderen Futterart meist gut gestalten.

Umstellung auf BARF

Einige Hunde werden durch BARF ernährt. Dabei bekommt der Hund rohes Fleisch kombiniert mit Gemüse, Obst und Öl. Die BARF-Mahlzeiten sind anders als herkömmliche Alleinfuttermittel. Dein Hund muss sich an eine neue Art der Fütterung gewöhnen. Bei der Futterumstellung solltest du ebenfalls darauf achten, dass du deinem Hund immer ausreichend Wasser zur Verfügung stellst. Um sicherzugehen, dass dein Hund genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, kannst du die Trockenfutter-Kroketten in warmem Wasser aufweichen.

Die Umstellung von BARF auf ein Alleinfutter sollte ebenfalls besonders langsam und schrittweise durchgeführt werden. Beim BARF wird die tägliche Futtermenge meist in zwei Mahlzeiten aufgeteilt. Für die Umstellung kannst du die erste Mahlzeit durch Trocken- oder Nassfutter ersetzen. Gib die zweite Mahlzeit weiterhin als Rohfütterung. Nachdem dein Hund genügend Zeit hatte, sich an das neue Futter zu gewöhnen, kannst du auch die zweite Mahlzeit ersetzen. So kann sich die Verdauung deines Hundes schrittweise an das neue Futter gewöhnen.

Wenn du weiterhin BARFen und nur die Proteinquelle ändern möchtest, können wir dir unser Hermetia Pur empfehlen. Dieses Nassfutter besteht ausschließlich aus den Larven der Hermetia illucens und Wasser und kann beim BARF anstelle von Fleisch gefüttert werden. So kannst du die Mahlzeiten deines Hundes weiterhin individuell zusammenstellen, wenn du auf Fleisch als Proteinquelle verzichten möchtest.

Bei der Umstellung solltest du die Futtermenge entsprechend der Fütterungsempfehlung und den individuellen Bedürfnissen deines Hundes anpassen. Da sich BARF und Alleinfuttermittel in ihrer Zusammensetzung unterscheiden, kann sich auch die benötigte Futtermenge verändern.

Futterumstellung bei Welpen – Futter für erwachsene Hunde

Einen Welpen aufzunehmen ist eine aufregende und verantwortungsvolle Aufgabe. Die richtige Fütterung ist wichtig für die Entwicklung deines Hundes. Welpen benötigen viel Energie für ihr Wachstum, weshalb sie in den ersten Monaten spezielles Welpenfutter erhalten. Nachdem das Wachstum abgeschlossen ist, verändert sich der Nährstoffbedarf deines Hundes. Doch wann solltest du deinen Hund auf adultes Futter umstellen? Einen genauen Zeitpunkt für die Umstellung auf Futter für erwachsene Hunde gibt es nicht. Wann du das Futter wechseln solltest, hängt von der Rasse und der individuellen Entwicklung deines Hundes ab.

Viele Starten mit der Umstellung, nachdem der Zahnwechsel des Hundes abgeschlossen ist. Hol dir für den Zeitpunkt der Futterumstellung am besten einen tierärztlichen Rat ein. Die Umstellung sollte dann langsam und schrittweise durchgeführt werden. So hat dein Welpe genügend Zeit, um sich an das neue Futter zu gewöhnen. Sobald sich dein Hund an das neue Futter gewöhnt hat, kannst du die tägliche Futtermenge anpassen. Welpen erhalten meist drei bis vier Mahlzeiten pro Tag. Einem erwachsenen Hund kannst du auch nur ein bis drei Portionen am Tag füttern. Solltest du weitere Fragen zur Welpenfütterung haben, schaue dir diesen Beitrag an.

Was du nach der Umstellung beachten solltest

Nachdem du das Futter deines Hundes umgestellt hast, solltest du ihn noch einige Zeit beobachten. Diese Dinge solltest du nach der Futterumstellung beachten:

Futtermenge:

Bei der angegebenen Futtermenge handelt es sich nur um Richtwerte. Da jeder Hund einen individuellen Energiebedarf hat, kann die tägliche Futtermenge von der Empfehlung abweichen. Beobachte also das Gewicht deines Hundes nach der Umstellung und passe die Futtermenge entsprechend an. Nimmt dein Hund während der Futterumstellung ungewollt ab, kannst du die Futtermenge schrittweise anpassen. Hält der Gewichtsverlust an oder ist er deutlich, solltest du tierärztlichen Rat einholen.

Fell und Haut:

Fell und Haut können Hinweise darauf geben, wie dein Hund das neue Futter verträgt. Veränderungen zeigen sich oft erst nach einiger Zeit. Sollten dir Auffälligkeiten an Haut oder Fell auffallen, kann es sinnvoll sein, die Fütterung zu überprüfen und gegebenenfalls tierärztlichen Rat einzuholen.

Futtervorrat: 

Denke bei der Futterumstellung daran, ausreichend neues Futter vorrätig zu haben. So vermeidest du, dass die Futterumstellung unterbrochen werden muss.

Die 10 häufigsten Fragen zur Futterumstellung

Wenn du das Futter deines Hundes umstellen möchtest, musst du einiges beachten. Wir beantworten dir die häufigsten Fragen und geben praktische Tipps, die dir die Futterumstellung erleichtern können.

Wie lange braucht ein Hund, um sich an neues Futter zu gewöhnen?

Wenn du deinem Hund ein neues Futter gibst, braucht er einige Zeit, sich daran zu gewöhnen. Normalerweise dauert eine vollständige Umstellung sieben bis vierzehn Tage. Bei Hunden mit einem empfindlichen Magen solltest du das Futter ganz langsam umstellen. Verdauungsbeschwerden können insbesondere in den ersten Tagen oder Wochen der Futterumstellung auftreten. Dein Hund braucht diese Zeit, damit sich seine Verdauung an die neuen Inhaltsstoffe gewöhnen kann. Werden die Verdauungsbeschwerden stärker oder halten sie länger an, solltest du tierärztlichen Rat einholen. Möglicherweise verträgt dein Hund das neue Futter nicht optimal oder die Beschwerden haben eine andere Ursache.

Wie stelle ich meinen Hund auf anderes Futter um?

Eine langsame und schrittweise Umstellung hat sich in vielen Fällen bewährt. Beginne mit einer kleinen Menge des neuen Futters und mische es mit dem alten Futter. Das neue Futter sollte etwa 25 % der Mahlzeit ausmachen. Erhöhe den Anteil des neuen Futters jeden zweiten Tag, bis du nach etwa einer Woche vollständig umgestellt hast. Sollte dein Hund sensibel auf Futterumstellungen reagieren, mische das neuen Futter noch langsamer unter die gewohnte Mahlzeit. Damit gibst du deinem Hund Zeit, sich an das neue Futter zu gewöhnen. So kann die Umstellung für viele Hunde besser verträglich sein.

Zeigt dein Hund deutliche Anzeichen einer Futtermittelallergie, solltest du tierärztlichen Rat einholen. Je nach Situation kann eine sofortige Umstellung auf ein geeignetes Futter sinnvoll sein. Die Umstellung kann dazu beitragen, den Kontakt mit unverträglichen Futterbestandteilen zu vermeiden.

Wie reagiert ein Hund auf Futterumstellung?

Die Reaktionen auf eine Futterumstellung können von Hund zu Hund unterschiedlich sein. Manche Hunde haben gar keine Probleme, während andere mit weichem Stuhl, Blähungen oder gar Erbrechen reagieren können. Das klingt zunächst unangenehm, leichte Verdauungsbeschwerden sind während einer Futterumstellung jedoch häufig nur vorübergehend. Beobachte die Verdauung und das Verhalten deines Hundes. Wenn sich die Beschwerden verschlimmern oder nach ungefähr vier Wochen nicht weggehen, solltest du dir tierärztlichen Rat holen. Je nach Ursache kann auch ein anderes Futter infrage kommen.

Wann soll ich meinen Hund auf Adult Futter umstellen?

Die Umstellung auf Adult-Futter erfolgt in der Regel, wenn dein Hund etwa ein Jahr alt ist. Bei größeren Rassen, die langsamer wachsen, kann eine Umstellung erst im Alter von 18 bis 24 Monaten sinnvoll sein. Mit dem Abschluss des Wachstums verändern sich die Nährstoffbedürfnisse deines Hundes. Deshalb wird dann in der Regel auf Adult-Futter umgestellt. Lass dich tierärztlich beraten, wenn du unsicher bist, wann dein Hund auf Adult-Futter umgestellt werden sollte.

Was passiert, wenn ich das Futter meines Hundes zu schnell umstelle?

Eine zu schnelle Futterumstellung kann Verdauungsprobleme wie weichen Stuhl oder Durchfall verursachen. Die Verdauung deines Hundes braucht Zeit, um sich an das neue Futter zu gewöhnen. Wenn du merkst, dass dein Hund Probleme hat, verlangsame die Umstellung und gib ihm mehr Zeit. Halten die Beschwerden an oder verschlimmern sie sich, solltest du tierärztlichen Rat einholen.

Wie weiß ich, dass mein Hund das neue Futter verträgt?

Hinweise darauf können sein, dass dein Hund das neue Futter gut annimmt und keine Auffälligkeiten zeigt. Auch eine unauffällige Verdauung sowie Haut und Fell können Anhaltspunkte dafür sein, dass dein Hund das neue Futter gut verträgt. In den ersten Tagen können leichte Verdauungsbeschwerden auftreten. Zeigt dein Hund nach einigen Wochen keine Auffälligkeiten und verträgt das neue Futter gut, kannst du davon ausgehen, dass die Umstellung gelungen ist.

Wie schnell wirkt eine Futterumstellung?

Wie schnell sich Veränderungen nach einer Futterumstellung zeigen, ist von Hund zu Hund unterschiedlich. In vielen Fällen benötigt die Verdauung etwa sieben bis zehn Tage, um sich an das neue Futter zu gewöhnen. Beobachte in dieser Zeit insbesondere den Stuhlgang. Leicht veränderter Kot kann während der Umstellung auftreten und normalisiert sich bei vielen Hunden nach einigen Tagen. Halten Beschwerden an oder verschlimmern sie sich, solltest du tierärztlichen Rat einholen.

Ist es in Ordnung, das Hundefutter zu wechseln?

Ja, ein Futterwechsel ist grundsätzlich unproblematisch und kann in manchen Situationen sinnvoll oder notwendig sein. Zum Beispiel, wenn dein Hund älter wird oder sich seine Ernährungsbedürfnisse verändern. Auch bei gesundheitlichen Problemen oder einer Futtermittelallergie kann eine Anpassung der Fütterung sinnvoll sein. Wichtig ist nur, dass du deinem Hund genug Zeit gibst, damit sich sein Verdauungssystem an das neue Futter gewöhnen kann.

Wie kann ich meinem Hund helfen, sich leichter an ein neues Futter zu gewöhnen?

Du kannst ihm helfen, indem du die Futterumstellung behutsam angehst. Du kannst das neue Futter zum Beispiel mit etwas warmem Wasser anfeuchten oder einen kleinen Lieblingssnack beimischen. Das macht es für deinen Hund attraktiver. Achte auch darauf, dass deinem Hund während der Futterumstellung jederzeit frisches Wasser zur Verfügung steht. Wenn dein Hund empfindlich reagiert, kannst du die Futterumstellung langsamer durchführen, damit er mehr Zeit hat, sich an das neue Futter zu gewöhnen.

Umfrage zur Futterumstellung beim Hund – Das sind die Ergebnisse

Verlauf der Futterumstellung

Wie verläuft bei Hunden die Futterumstellung auf Ofrieda? Das haben wir im Dezember 2021 unsere Kundinnen und Kunden gefragt. Insgesamt nahmen 126 Personen an der Umfrage teil. In unserer Umfrage gaben 85 % der Teilnehmenden an, dass die Futterumstellung bei ihrem Hund gut oder sehr gut verlief. Die Teilnehmenden führten die Futterumstellung sowohl schrittweise (56 %) als auch sofort (46 %) durch. Unsere Umfrage deutete darauf hin, dass Teilnehmende häufiger von einer guten Futterumstellung berichteten, wenn sie das Futter schrittweise umgestellt hatten. In der Umfrage beschäftigten wir uns auch mit den häufigsten Begleiterscheinungen bei einer Futterumstellung.

Futterumstellung beim Hund – Diese Beschwerden sind am häufigsten

Eine zu schnelle Futterumstellung kann zu Beschwerden wie Durchfall oder Blähungen führen. In unserer Umfrage gaben rund die Hälfte der Teilnehmenden an, dass ihr Hund während der Futterumstellung keine Begleiterscheinungen zeigte. Bei den Hunden, bei denen Begleiterscheinungen beobachtet wurden, wurden am häufigsten folgende Beschwerden genannt:

In unserer Umfrage betrafen die häufigsten genannten Begleiterscheinungen die Verdauung der Hunde. Deshalb solltest du dir bei der Futterumstellung genügend Zeit nehmen. So können sich dein Hund und seine Verdauung an das neue Futter gewöhnen. Sollte dein Hund Durchfall bekommen, ist es wichtig, dass ihm ausreichend frisches Wasser zur Verfügung steht. Durchfall entzieht deinem Hund Wasser, weshalb er einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf hat.

Wie lange halten Symptome wie Durchfall nach der Futterumstellung beim Hund an?

Die oben aufgeführten Begleiterscheinungen können bei einer Futterumstellung auftreten und sind nicht ungewöhnlich. Die Verdauung deines Hundes benötigt Zeit, um sich an das neue Futter zu gewöhnen. Laut unserer Umfrage berichteten 60 % der Teilnehmenden, dass die Beschwerden ihres Hundes innerhalb von 14 Tagen wieder verschwanden. Bei 20 Hunden hielten die Beschwerden laut den Angaben der Teilnehmenden länger als 21 Tage an. Bei einem Hund wurde die Futterumstellung aufgrund der Begleiterscheinungen abgebrochen. Halten Beschwerden länger an oder verschlimmern sie sich, solltest du tierärztlichen Rat einholen.

Hunde reagieren ganz unterschiedlich auf eine Futterumstellung. Daher lässt sich nicht allgemein sagen, wie lange Begleiterscheinungen anhalten. Treten starke Beschwerden wie deutlicher Gewichtsverlust oder anhaltendes Erbrechen auf, solltest du tierärztlichen Rat einholen. Vorübergehende Verdauungsbeschwerden bedeuten nicht zwangsläufig, dass dein Hund das neue Futter nicht verträgt. Unsere Erfahrungen und die Rückmeldungen aus unserer Umfrage zeigen, dass eine schrittweise Futterumstellung vielen Hunden die Eingewöhnung erleichtern kann.

Besserungen nach der Hundefutter Umstellung

Bei der Umfrage interessierte uns außerdem, was sich nach der Futterumstellung verändert hat. Positive Veränderungen wurden von vielen Teilnehmenden erst einige Wochen nach der Futterumstellung beschrieben. So berichteten Halter von Hunden mit Allergien oder Unverträglichkeiten teilweise über nachlassende Beschwerden. Auch Veränderungen der Kotbeschaffenheit und des allgemeinen Verdauungsverhaltens wurden genannt. Zudem gaben manche Befragte an, dass sich Haut und Fell ihres Hundes nach der Futterumstellung verbessert hätten. Vereinzelt wurde außerdem von einem guten Appetit der Hunde berichtet.

Eine schrittweise Futterumstellung erfordert oft etwas Geduld. Auch wenn bei der Umstellung Probleme auftreten, berichten viele Halter nach einer erfolgreichen Umstellung von positiven Erfahrungen mit dem neuen Futter.

Erfahrungen bei der Futterumstellung auf Insektenhundefutter

Erfahrungsberichte von unseren Kundinnen

Drei Kundinnen berichten von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Futterumstellung auf Ofrieda.

Die folgenden Aussagen geben die persönlichen Erfahrungen unserer Kundin wieder. Sie beschreiben individuelle Beobachtungen und lassen sich nicht auf jeden Hund übertragen.

Antoinette Baer und Foxi – Futterumstellung nach der Diagnose einer Pankreatitis

Nachdem bei Foxi Pankreatitis diagnostiziert wurde, war Antoinette auf der Suche nach einem passenden Futter. 

„Ich habe innerhalb von einer Woche die Futterumstellung durchgeführt. Foxi bekommt dreimal am Tag Futter und ich habe die Menge an Ofrieda-Futter schrittweise erhöht. Wir hatten gar keine Probleme bei der Umstellung."

Mit zwei Jahren kam Hündin Foxi aus dem Tierschutz aus Kroatien zu Antoinette. Da für Antoinette die Tierliebe nicht beim eigenen Haustier aufhört, stellte sie Foxi zunächst auf veganes Hundefutter um. Schon am zweiten Tag nahm Foxi das vegane Futter gut an. Bei einem Blutcheck wurden später erhöhte Pankreaswerte festgestellt und eine Pankreatitis diagnostiziert. Daraufhin ergänzte Antoinette die Fütterung mit Ofrieda. Heute bekommt Foxi zur Hälfte veganes Hundefutter und zur anderen Hälfte Insektenfutter.

Antoinette berichtet, dass Foxi das neue Futter gut angenommen hat und sie mit der Fütterung sehr zufrieden ist. Außerdem bekommt Foxi beim Spazierengehen unser Trockenfutter als Leckerchen. „Da hängen auch immer andere Hunde bei mir an der Jackentasche. Also scheint es sehr verlockend zu riechen“, sagt Antoinette.

Anja Mempel und Whoopi – Erfahrung mit der Futterumstellung bei sensiblen Hunden

Whoopi litt unter starkem Juckreiz, bis Anja auf Ofrieda aufmerksam wurde. Anja hat Whoopi als Welpen vom Züchter bekommen. Schon früh hat ihr Tierarzt empfohlen weizenfrei und möglichst ohne Huhn zu füttern. Doch irgendwie wollte es mit dem passendem Futter nicht funktionieren. Whoopi fing an sich viel zu kratzen und ihre Pfoten zu lecken.

„Dann ging es damit los, dass wir ohne Cortison-Spritze zu bestimmten Jahreszeiten gar nicht mehr auskamen", berichtet Anja. Die beiden probierten dann viele verschiedene Futtersorten aus. Bis ein teurer Allergie-Test ergab, dass Whoopi auf die meisten tierischen Bestandteile allergisch reagiert. „Vor einem Jahr war es so weit, dass sich Whoopi nur noch gekratzt hat. Sie hatte teilweise kein Fell mehr. Es hat nicht mal mehr das Cortison geholfen. Wir sind dann auf ein anderes Medikament umgestiegen. Das fand sie so ekelig, dass sie gar nicht mehr zu uns kam, wenn wir sie gerufen haben. Nur weil sie Angst hatte, sie kriegt das Zeug.“

Für Anja war klar, so konnte es nicht weitergehen! Sie machte sich auf die Suche nach einem geeigneten Futter und stieß auf das Hundefutter von Ofrieda. „Whoopis Leidensdruck war so groß, dass ich mit der Umstellung gar nicht gewartet habe. Der Sack kam an und die nächste Mahlzeit bestand zu 100 % aus Ofrieda-Futter. Ich habe von jetzt auf gleich umgestellt und es gab keine Probleme, kein gar nichts. Ich wollte es nicht mit dem anderen Futter mischen und dadurch den Umstellungs-Prozess verlängern. Ich wollte so schnell wie möglich umstellen und das hat auch super geklappt. Wir hatten überhaupt keine Beschwerden.“

Drei bis vier Wochen nach der Futterumstellung berichtete Anja, dass sie erste Veränderungen bei Whoopi wahrgenommen habe. Heute frisst Whoopi das Futter nach ihren Angaben sehr gerne. „Wir sind einfach froh, Ofrieda gefunden zu haben. Whoopi liebt das Futter und wir sind mit der Fütterung sehr zufrieden. Wir würden das Futter weiterempfehlen“, sagt Anja.

Julia Altenkrich und Réka – Futterumstellung für die Umwelt

Von BARF zu Ofrieda – als Vegetarierin freut sich Julia sehr, dass sie ihrer Allergiker-Hündin Réka kein Fleisch mehr füttern muss. Julia hat Réka vor ungefähr vier Jahren aus dem ungarischen Tierschutz adoptiert. Als Réka als Welpe nach Deutschland kam, war sie ziemlich krank. „Sie hatte Zwingerhusten und alle möglichen Parasiten. Sie hat sich auch ständig übergeben“, berichtet Julia. Durch das Leben auf der Straße hatte Réka kein Hungergefühl mehr. Dadurch wollte sie nicht mehr fressen und war sehr dünn. Julia hat mit allen Mitteln versucht, Réka zum Fressen zu bringen, doch nichts wollte richtig funktionieren.

Nach einem Jahr stellte Julia dann mit einer Ernährungsberaterin auf BARF um. Doch leider wurde schnell klar, dass Réka eine Allergie gegen Fleisch hat. Auf welche Fleischsorten sie genau reagiert, konnte man allerdings nicht sagen. Die Symptome wurden immer schlimmer. Réka hatte teilweise kein Fell mehr, ihre Knochen standen heraus und sie sah wirklich ungesund aus. „Ihre Pfoten waren zwischen den Zehen ganz angeschwollen, sie wollte kaum noch laufen. Außerdem hat sie sich ständig übergeben, in dieser Zeit ging es ihr richtig schlecht.“

Für Julia konnte es so nicht weitergehen. Sie fütterte Réka nur noch mit Wildfleisch vom Jäger. Wildfleisch verträgt Réka gut, doch da Julia selbst Vegetarierin ist, war es eine riesige Überwindung für sie. „Das Schlimmste war, seinen Hund leiden zu sehen. Ich würde für Réka alles tun, deswegen habe ich mich überwunden. Es war nur immer richtig, richtig ekelig. Wir haben einen riesigen Eimer blutiges Fleisch bekommen. Das war wirklich sehr hart, aber was man nicht alles für seinen Hund macht, damit er endlich mal frisst.“

Zwischendurch bekam Réka manchmal vegetarisches Hundefutter als Snack. Vor ungefähr zwei Jahren hat Julia dann auf Ofrieda umgestellt. „Wir haben am Anfang noch ein bisschen von dem Wildfleisch mitgefüttert, weil wir das noch da hatten. Réka bekommt zweimal am Tag Futter und wir haben dann einfach eine Mahlzeit mit Ofrieda ersetzt. Sie hatte wirklich gar keine Probleme bei der Umstellung, obwohl sie sonst relativ empfindlich ist.“ Julia berichtet, dass sich Rékas Fell nach der Futterumstellung verbessert habe. Früher haben Leute zu Julia gesagt, sie solle ihrem Hund mal etwas zu fressen geben. Nach Angaben von Julia hat Réka wieder an Gewicht zugelegt und nimmt ihr Futter gerne an. „Ich kann es nur jedem empfehlen, auf vegetarisches Hundefutter oder Insektenfutter umzusteigen. Aus meiner Erfahrung muss ein Hund nicht zwangsläufig mit Fleisch gefüttert werden. Ich habe den lebenden Beweis hier. Ofrieda hat unser Leben auf jeden Fall um einiges erleichtert.“

Réka früher

Réka heute

Begriffserklärung – Beschwerden, Nebenwirkungen, Begleiterscheinungen oder Symptome

Die Begriffe Symptome, Beschwerden, Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen werden häufig gleichbedeutend verwendet. Dabei haben die Begriffe unterschiedliche Bedeutungen.

Symptome

Spezifische Anzeichen, die auf eine Krankheit hinweisen.

Beschwerden

nzeichen oder Auffälligkeiten, die auf ein Unwohlsein des Hundes hindeuten können, beispielsweise Unruhe oder vermehrtes Trinken.

Nebenwirkungen

Unerwünschte Reaktionen, die als Ergebnis einer Behandlung oder eines Medikaments auftreten.

Begleiterscheinungen

Reaktionen, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer Veränderung, beispielsweise einer Futterumstellung, auftreten können, ohne dass diese zwangsläufig deren Ursache ist.

Da eine Futterumstellung keine Erkrankung ist, sprechen wir im Zusammenhang mit ihr überwiegend von Beschwerden oder Begleiterscheinungen. Da im allgemeinen Sprachgebrauch jedoch häufig auch die Begriffe „Symptome“ oder „Nebenwirkungen“ verwendet werden, greifen wir diese Begriffe stellenweise ebenfalls auf.