Hundefutter bei empfindlichem Darm

Für Hunde mit empfindlicher Verdauung: leicht verdauliches Diätfutter. Tierärztlich entwickelt ✓

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Diät-Alleinfuttermittel für adulte Hunde

Diät-Alleinfuttermittel für adulte Hunde zur Linderung akuter Resorptionsstörungen des Darms, zum Ausgleich bei unzureichender Verdauung. Diese Futtermittel zeichnen sich durch leicht verdauliche Ausgangserzeugnisse sowie einen erhöhten Gehalt an Natrium und Kalium aus. Empfohlene Fütterungsdauer: zunächst bis zu 12 Wochen. Es wird empfohlen, vor der Verwendung oder vor Verlängerung der Fütterungsdauer den Rat eines Tierarztes einzuholen.

Hintergrund: Empfindlicher Darm beim Hund

Leidet dein Hund unter wiederkehrendem Durchfall, Erbrechen oder Appetitlosigkeit? Solche Anzeichen können auf eine empfindliche Verdauung hindeuten. Der Magen-Darm-Trakt reagiert bei manchen Hunden sensibler auf äußere Einflüsse wie Futter, Stress oder Veränderungen im Alltag. In manchen Fällen können die Beschwerden auch im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen des Verdauungstrakts stehen, zum Beispiel einer chronischen Darmentzündung. Diese wird häufig unter dem Begriff IBD beim Hund zusammengefasst. Eine genaue Einordnung sollte jedoch immer tierärztlich erfolgen.

Mögliche Ursachen für wiederkehrende Verdauungsprobleme

Die genauen Ursachen von wiederkehrenden Darmproblemen können nicht immer vollständig geklärt werden. Vermutlich spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die je nach Hund unterschiedlich ausgeprägt sein können. Dazu zählen unter anderem:

  • Falsche Ernährung, Futtermittelallergien oder Unverträglichkeiten
  • Veränderungen der Darmflora
  • Erhöhter Histaminspiegel (ein körpereigener Botenstoff)
  • Stress
  • Genetische Veranlagung (häufiger betroffen sind: Deutsche Schäferhunde, Französische Bulldoggen, Basenjis, Shar-Peis und Boxer)

Mögliche Anzeichen einer unzureichenden Verdauung

Eine vorübergehend gestörte Verdauung kann sich bei Hunden auf unterschiedliche Weise zeigen. Oft sind die Anzeichen eher unspezifisch. Typisch sind zum Beispiel ein veränderter Kotabsatz, etwa weichere oder wechselnde Konsistenz, sowie eine insgesamt unruhige Verdauung. Auch eine erhöhte Empfindlichkeit im Magen-Darm-Bereich kann auftreten. Manche Hunde fressen in solchen Phasen anders als gewohnt. Der Appetit kann schwanken oder sie reagieren sensibler auf bestimmte Futterbestandteile. Zusätzlich kann sich das allgemeine Wohlbefinden vorübergehend verändern. Wie stark diese Anzeichen ausgeprägt sind, ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Faktoren wie die aktuelle Situation, die Fütterung und die individuelle Empfindlichkeit spielen dabei eine wichtige Rolle. Wenn die Beschwerden länger anhalten oder stärker werden, solltest du dir tierärztlichen Rat holen.

Fütterung bei sensibler Verdauung

Bei empfindlicher Verdauung wird häufig nach gut verträglichem Futter gesucht. Begriffe wie „IBD Hundefutter“ tauchen dabei immer wieder auf. Gemeint ist in der Regel Futter mit hoher Verdaulichkeit und ausgewählten Zutaten, das auf sensible Hunde abgestimmt ist. Wichtig ist: Die Auswahl des passenden Futters sollte immer zur individuellen Situation deines Hundes passen und idealerweise tierärztlich begleitet werden

Auf einen Blick – 5 Anforderungen an ein geeignetes Futter bei Verdauungsproblemen

  • Leicht verdauliche Kohlenhydratquelle (z. B. Reis)
  • Ausgewählte, gut verträgliche Proteinquellen (z. B. Insektenprotein)
  • Reduzierter Fettgehalt (Trockenfutter: bis ca. 10 %, Nassfutter: bis ca. 2,5 %)
  • Erhöhter Kaliumgehalt (Trockenfutter: über ca. 0,5 %, Nassfutter: über ca. 0,14 %)
  • Angepasster Natriumgehalt (Trockenfutter: über ca. 0,18 %, Nassfutter: über ca. 0,05 %)

Die genannten Werte orientieren sich an typischen ernährungsphysiologischen Merkmalen von Diätfuttermitteln zur Unterstützung der Verdauung.

Hochwertige Proteine und leicht verdauliche Kohlenhydrate

Bei Hunden mit empfindlicher Verdauung solltest du auf ausgewählte und gut verträgliche Proteinquellen achten. Eine geringe Anzahl an Proteinquellen kann sinnvoll sein, um das Risiko von Unverträglichkeiten und Allergien zu reduzieren. Insektenprotein ist dabei eine gute Wahl, da es als hochwertige und eher selten verwendete Eiweißquelle gilt.

Zudem sollte das Futter leicht verdaulich sein, um den Verdauungstrakt nicht zusätzlich zu belasten. Typischerweise weisen geeignete Futtermittel eine hohe Verdaulichkeit der enthaltenen Nährstoffe auf. Beispielsweise eine Rohproteinverdaulichkeit von über ca. 85 % und eine Rohfettverdaulichkeit von mehr als 90 %.

Als gut verdauliche Kohlenhydratquelle wird häufig Reis eingesetzt. Alternativ können auch Mais oder Tapioka sinnvolle Kohlenhydratquellen sein.

Rohfaser als Faktor für die Verdaulichkeit

Auch der Rohfasergehalt kann eine Rolle bei der Verdaulichkeit eines Futters spielen. Rohfasern sind überwiegend unverdauliche Bestandteile, die je nach Menge und Zusammensetzung Einfluss auf die Verdauung haben können.

Bei Futtermitteln für Hunde mit empfindlicher Verdauung solltest du auf einen moderaten Rohfasergehalt achten, um den Verdauungstrakt nicht unnötig zu belasten. Typischerweise liegen geeignete Rezepturen im unteren Bereich. Der Rohfasergehalt bei Trockenfutter ist meist unter ca. 4 % und bei Nassfutter unter ca. 1 %.

Ein angepasster Rohfasergehalt kann dazu beitragen, die Verdaulichkeit des Futters zu verbessern und den Verdauungstrakt deines Hundes zu entlasten.

Fett im Futter – worauf du achten solltest

Der Fettgehalt eines Futters kann die Verdaulichkeit beeinflussen. Bei Hunden mit empfindlicher Verdauung solltest du daher auf einen angepassten Fettgehalt achten, um den Verdauungstrakt nicht unnötig zu belasten.

Wichtig ist, dass sich die Fettangaben von Trocken- und Nassfutter nicht direkt vergleichen lassen, da sie sich im Wassergehalt deutlich unterscheiden. Trockenfutter enthält in der Regel etwa 10 % Feuchtigkeit, während Nassfutter einen Wasseranteil von rund 70–80 % aufweist. Dadurch unterscheiden sich auch die aufgenommenen Nährstoffmengen.

Geeignete Futtermittel zeichnen sich in der Regel durch einen moderaten Fettgehalt aus. Bei Trockenfutter liegen die Werte häufig unterhalb von 10 %, während Nassfutter üblicherweise unterhalb von 2,5 % liegt. Um die Werte besser vergleichen zu können, wird häufig die sogenannte Trockenmasse genutzt. Sowohl beim Trockenfutter als auch beim Nassfutter entspricht dies ungefähr einem Fettgehalt von rund 11 % in der Trockenmasse.

Erhöhter Bedarf an bestimmten Nährstoffen

Bei Hunden mit empfindlicher Verdauung kann die Aufnahme von Nährstoffen im Darm beeinträchtigt sein. In solchen Fällen enthalten geeignete Futtermittel häufig eine angepasste Menge an bestimmten Nährstoffen. Dazu zählen unter anderem Elektrolyte wie Kalium, Natrium und Chlorid sowie Vitamin B12. Diese Nährstoffe spielen eine wichtige Rolle für verschiedene Körperfunktionen und werden bei entsprechend zusammengesetzten Futtermitteln gezielt ergänzt.