Hund kratzt sich ständig – Ursachen, Tipps & Hausmittel bei Juckreiz

Dein Hund kratzt sich ständig und hat starken Juckreiz? Wir zeigen dir die häufigsten Ursachen und sechs Tipps, wie du deinem Hund bei Juckreiz helfen kannst. So lassen sich mögliche Auslöser besser einordnen und Maßnahmen finden, die deinem Hund mehr Wohlbefinden verschaffen können.

Ofrieda, 19.10.2023 – Letzte Überprüfung: 18.06.2026

Kapitelübersicht

Krankhafter Juckreiz beim Hund

Ursachen – Dein Hund kratzt sich ständig und leckt Pfoten?

Wieso wird das ständige Kratzen beim Hund mit der Zeit immer stärker?

Diagnose – Wie kann ich bei meinem Hund Juckreiz erkennen?

Behandlung – Juckreiz beim Hund lindern

Juckreiz vorbeugen – Unsere 6 Tipps gegen Juckreiz

Die 8 häufigsten Fragen zu Juckreiz bei Hunden

Unsere Empfehlung – Insekten Hundefutter bei Juckreiz und Allergien

Krankhafter Juckreiz beim Hund

Kratzen, Knabbern und Lecken sind Teil der Körperpflege und helfen deinem Hund, leichten Stress abzubauen. Doch wann spricht man von krankhaftem (pathologischem) Juckreiz? Der Übergang von normalem zu krankhaftem Juckreiz ist fließend. Wenn du kahle oder blutende Stellen im Fell deines Hundes bemerkst, solltest du der Ursache auf den Grund gehen. Viele Hunde kommen kaum noch zur Ruhe und schlafen schlechter. Teilweise wirken sie nervös oder reagieren sogar aggressiv. Starker Juckreiz kann die Lebensqualität deines Hundes erheblich beeinträchtigen. Wenn du krankhaften Juckreiz vermutest, beobachte deinen Hund genau. Kratzen, Lecken, Knabbern und häufiges Kopfschütteln können Anzeichen für starken Juckreiz sein. Dieser kann unterschiedliche, teilweise ernst zu nehmende Ursachen haben. Zähle mit, wie oft dein Hund sich kratzt, und achte darauf, ob der Juckreiz immer an denselben Stellen auftritt. Dadurch sammelst du wichtige Informationen, die bei der tierärztlichen Abklärung helfen können.

Wann du mit deinem Hund in die Tierklinik fahren solltest:

Bei auffälligen Hautveränderungen wie starken Schuppen, Rötungen oder trockenen Hautstellen.

Bei blutigen oder kahlen Stellen im Fell.

Wenn dein Hund plötzlich ungewohnt nervös, gereizt oder aggressiv reagiert.

Wenn dein Hund kaum noch zur Ruhe kommt.

Wenn sich dein Hund nicht vom Kratzen oder Lecken ablenken lässt.

Ursachen – Dein Hund kratzt sich ständig und leckt Pfoten?

Juckreiz ist ein Symptom, das viele Ursachen haben kann. Häufig werden zunächst Parasiten wie Flöhe oder Milben vermutet. Auch Allergien, beispielsweise gegen Pollen, Pflegeprodukte oder bestimmte Futterbestandteile, kommen infrage. Zusätzlich können Lecken und Knabbern dem Stressabbau dienen. In manchen Fällen können daher auch Stress und andere Verhaltensfaktoren eine Rolle spielen.

Parasiten

Ein Parasitenbefall ist eine häufige Ursache für Juckreiz beim Hund. Zu den Parasiten zählen Läuse, Haarlinge, Flöhe und Milben.

Die häufigsten Milbenarten bei Hunden:

Herbstgrasmilbe (Neotrombicula autumnalis)
Räudemilbe (Sarcoptes scabiei)
Haarbalgmilbe (Demodex canis)
Ohrmilben (Otodectes cynotis)

Ohrmilben können starken Juckreiz und Beschwerden im Bereich der Ohren verursachen. Betroffene Hunde schütteln häufig den Kopf oder kratzen sich vermehrt an den Ohren. Manche Hunde reagieren dort besonders empfindlich. Andere Milbenarten können unter anderem mit Pusteln, Schuppen oder Hautreizungen einhergehen, die häufig von Juckreiz begleitet werden.

Wie erkenne ich, ob mein Hund Flöhe hat?

Flöhe werden meist von Tier zu Tier übertragen. Sie halten sich bevorzugt auf dem Rücken, am Bauch, am Schwanzansatz, an den Innenschenkeln und am Hals des Hundes auf. Manche Hunde entwickeln eine Flohspeichelallergie, die mit starkem Juckreiz einhergehen kann.

 

Einen ersten Hinweis auf einen Flohbefall kannst du selbst erkennen. Kämme das Fell deines Hundes mit einem Floh- oder Läusekamm mehrmals durch. Bei einem Flohbefall können kleine schwarze Punkte im Kamm sichtbar werden. Dabei handelt es sich häufig um Flohkot. Lege die Partikel auf ein weißes Taschentuch und feuchte dieses an. Lösen sich die Punkte auf und hinterlassen rötlich-braune Flecken, spricht das für Flohkot.

 

Bei Verdacht auf einen Flohbefall sollten geeignete Maßnahmen zur Flohbekämpfung ergriffen werden. Da sich Flöhe häufig in der Umgebung des Hundes aufhalten, sollten insbesondere Schlafplätze, Decken und Stoffspielzeuge berücksichtigt werden. Solltest du mehrere Haustiere haben, untersuche am Besten auch die anderen Tiere auf Flöhe.

Futtermittelallergie oder Unverträglichkeit

Juckreiz tritt häufig im Zusammenhang mit Futtermittelallergien oder Unverträglichkeiten auf. Viele Hunde haben zusätzlich Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Erbrechen. Ob eine Allergie gegen bestimmte Futterbestandteile vorliegt, lässt sich meist mit einer Ausschlussdiät und einem anschließenden Provokationstest herausfinden. Weißt du bereits, welche Zutaten dein Hund nicht verträgt, kannst du die Ernährung entsprechend anpassen. Wichtig ist, dass das neue Futter keine Bestandteile enthält, die die Beschwerden auslösen könnten.

 

Die Symptome einer Futtermittelallergie oder Unverträglichkeit treten häufig das ganze Jahr über auf. Zeigt dein Hund die Beschwerden beispielsweise nur im Frühling oder Sommer, kann auch eine Umweltallergie dahinterstecken.

Unsere Empfehlung bei Futtermittelunverträglichkeiten

Steckt hinter dem Juckreiz eine Futtermittelunverträglichkeit, lohnt sich oft ein genauer Blick auf die Ernährung. Für solche Hunde haben wir unsere Sorten Patentrezept und Alleskönner entwickelt. Beide Rezepturen enthalten wenige, ausgewählte Protein- und Kohlenhydratquellen und eignen sich besonders für Hunde, die bestimmte Zutaten nicht gut vertragen. Als Diät-Alleinfuttermittel sind sie auf die besonderen Ernährungsbedürfnisse ernährungssensibler Hunde abgestimmt und versorgen deinen Hund gleichzeitig mit allen wichtigen Nährstoffen.

Umweltallergie

Bei einer Umweltallergie, auch Atopie genannt, reagiert dein Hund auf normalerweise harmlose Substanzen. Dazu zählen zum Beispiel Pollen, Hausstaubmilben, Schimmel, Gräser oder Bäume. Die Umweltallergie äußert sich häufig durch Juckreiz. Zusätzlich können Ausschlag, Ekzeme, schuppiges Fell oder Haarverlust auftreten. Einige Hunde entwickeln eine atopische Dermatitis, also eine allergische Entzündung der Haut. Besonders betroffen sind häufig Ohren, Pfoten und Gesicht.

 

Zur Behandlung einer Umweltallergie können unter anderem kortisonhaltige Medikamente eingesetzt werden. Da diese mit Nebenwirkungen verbunden sein können, werden je nach Fall auch andere Behandlungsansätze in Betracht gezogen. Dazu kann beispielsweise eine Desensibilisierung gegen die Allergieauslöser gehören.

 

Die Symptome einer Umweltallergie treten häufig im Frühling und Sommer auf. Manche Hunde zeigen außerhalb der Pollensaison deutlich weniger Beschwerden. Treten Juckreiz und andere Symptome dagegen das ganze Jahr über auf, sollten auch andere Ursachen wie Futtermittelunverträglichkeiten in Betracht gezogen werden.

Kontaktallergie

Einige Hunde entwickeln eine Allergie gegen Stoffe, die beispielsweise in Reinigungsmitteln, Parfüm, Pflegeprodukten, Pestiziden, Dünger oder Unkrautvernichtern enthalten sind. Der Hund schnüffelt im Gras und nimmt dadurch Düngemittel oder Pflanzenschutzmittel auf. Die allergische Reaktion kann Juckreiz auslösen und dein Hund beginnt sich zu kratzen. Hat dein Hund eine Kontaktallergie, solltest du die Berührung mit den entsprechenden Allergenen möglichst vermeiden. Lass deinen Hund beispielsweise nicht im Feld spielen, wenn aktuell Düngezeit ist. Wenn du vermutest, dass ein Pflegeprodukt den Juckreiz auslöst, verwende lieber eine Alternative oder lasse es ganz weg. So lässt sich der Kontakt mit möglichen Auslösern reduzieren.

Hautpilz oder Bakterien

Juckreiz beim Hund kann auch durch Bakterien oder Hautpilze verursacht werden. Dabei zeigen betroffene Hunde häufig fleckförmigen Haarausfall, gerötete oder entzündete Hautstellen oder Schuppen. Bei einer stärkeren Infektion können sogenannte Hotspots entstehen. Das sind schmerzhafte, nässende und oft unangenehm riechende Hautentzündungen. Durch die feuchtwarme Umgebung zwischen den Pfoten oder bei Schlappohren können sich Hefepilze besonders gut vermehren. In geringer Menge gehören sie zur natürlichen Hautflora und sind meist unproblematisch. Vermehren sie sich jedoch stark, kann dies mit Juckreiz verbunden sein. Die Pfoten riechen dann oft unangenehm und viele Hunde lecken vermehrt an den betroffenen Stellen. Hautpilze können von Hund zu Hund und in manchen Fällen auch auf den Menschen übertragen werden. Lass die Beschwerden daher möglichst zeitnah tierärztlich abklären.

Psychische Ursachen und Stress

Ständiges Kratzen oder Lecken kann dem Stressabbau dienen. Hunde reagieren sensibel auf Veränderungen. So sind beispielsweise ein Umzug oder der Verlust einer Bezugsperson mögliche Auslöser für vermehrtes Kratzen. Auch unzureichende Beschäftigung, Langeweile, Lärm oder ein stressiges Umfeld können krankhaftes Lecken und Kratzen begünstigen. Meist leckt sich dein Hund dann nur an einer Stelle und die Haut wird schnell wund. Dadurch können Bakterien in die Wunde gelangen und Entzündungen sowie zusätzlichen Juckreiz verursachen.

 

Zeigt dein Hund stressbedingten Juckreiz, versuche die Ursache zu finden. Mehr Beschäftigung, ein geregelter Alltag oder eine Verhaltenstherapie können dazu beitragen, dass dein Hund wieder besser zur Ruhe kommt.

Andere Ursachen

Neben den bereits genannten Gründen können auch andere Ursachen Juckreiz beim Hund auslösen. Juckreiz kann ein Anzeichen für Erkrankungen wie Leishmaniose oder eine Analdrüsenentzündung sein. Bei entzündeten Analdrüsen rutscht dein Hund mit dem Po über den Boden, auch Schlittenfahren genannt. Wenn du als Ursache eine Erkrankung vermutest, solltest du tierärztlichen Rat einholen. Weitere Informationen über Leishmaniose findest du in diesem Beitrag.

Außerdem können Zeckenbisse oder Insektenstiche Juckreiz verursachen. Die Beschwerden klingen in vielen Fällen nach kurzer Zeit wieder ab. Im Frühjahr und Herbst wechselt dein Hund sein Fell. Lose Haare und schuppige Haut können in dieser Zeit vorübergehend mit Juckreiz verbunden sein. Wie du deinen Hund beim Fellwechsel unterstützen kannst, erfährst du in diesem Beitrag. Im Winter kann Streusalz zwischen den Pfoten hängen bleiben und Hautreizungen mit Juckreiz verursachen.

Juckreiz kann auch nach einer Operation auftreten. Manche Hunde reagieren empfindlich auf bestimmte Medikamente. Zusätzlich kann die Wunde während des Heilungsprozesses jucken. Dann kann eine Halskrause sinnvoll sein, um deinen Hund vom Lecken der Wunde abzuhalten.

Ohrenentzündungen können auch rassebedingt begünstigt werden. Hunde mit langem Fell und Schlappohren haben häufig einen schlechter belüfteten Gehörgang. Dadurch kann leichter eine Entzündung entstehen, die mit Juckreiz verbunden sein kann.

Zusammenfassung

Ursachen für Juckreiz beim Hund

Parasiten (Flöhe, Milben)
Futtermittelallergie oder Unverträglichkeit
Umweltallergie
Kontaktallergie
Hautpilze oder Bakterien
Entzündungen der Haut
Stress
Insektenstiche und Zeckenbisse
Medikamentenunverträglichkeiten
Allergie gegen bestimmte Medikamente
Wunden bzw. die Wundheilung

Wieso wird das ständige Kratzen beim Hund mit der Zeit immer stärker?

Oft beginnt Juckreiz nur leicht und wird mit der Zeit stärker. Das kann beispielsweise daran liegen, dass dein Hund eine Stelle wund leckt. Durch die offene Haut können Entzündungen entstehen, die den Juckreiz zusätzlich verstärken. Auch Stress oder mangelnde Beschäftigung können dazu beitragen, dass sich Hunde häufiger kratzen oder lecken. Ist dein Hund beschäftigt, richtet er seine Aufmerksamkeit oft weniger auf den Juckreiz.

Tatsächlich kann auch unsere Reaktion das Kratzen unbeabsichtigt verstärken. Viele Hunde bekommen sofort Aufmerksamkeit, sobald sie sich kratzen. Wir sprechen sie an, schauen hin oder versuchen das Kratzen zu unterbinden. Manche Hunde verknüpfen diese zusätzliche Aufmerksamkeit mit ihrem Verhalten und zeigen es deshalb häufiger. Das bedeutet nicht, dass Aufmerksamkeit Juckreiz verursacht. Sie kann jedoch dazu beitragen, dass sich das Kratzen als Verhalten festigt. Wenn keine gesundheitliche Ursache hinter dem Juckreiz steckt, kann es deshalb sinnvoll sein, den Fokus auf ausreichend Beschäftigung, feste Routinen und ein möglichst stressarmes Umfeld zu legen.

Diagnose – Wie kann ich bei meinem Hund Juckreiz erkennen?

Juckreiz hat viele verschiedene Ursachen, weshalb die Diagnose oft nicht einfach ist. Häufig sind mehrere Tests und Untersuchungen nötig, um bestimmte Erkrankungen und mögliche Auslöser auszuschließen. Mithilfe von Abstrichen, Proben und Laboruntersuchungen kann die Ursache näher eingegrenzt werden. Ist eine Allergie der Auslöser für den Juckreiz, können Allergietests oder eine Ausschlussdiät dabei helfen, mögliche Auslöser zu identifizieren.

Das passiert in der Tierklinik

In der Tierklinik wird dein Hund gründlich untersucht. Parasiten wie Flöhe und Milben lassen sich häufig bereits bei der ersten Untersuchung erkennen. Dadurch können sie als Ursache bestätigt oder ausgeschlossen werden. Die Parasiten sind teilweise mit bloßem Auge sichtbar, in anderen Fällen hilft die Untersuchung unter dem Mikroskop. Abstriche oder Proben können Hinweise darauf liefern, ob Parasiten, Pilze oder Bakterien am Juckreiz beteiligt sind. Sind die Ergebnisse unauffällig, wird dein Hund weiter untersucht. Blutuntersuchungen sowie Haut- oder Gewebeproben können dabei helfen, weitere Ursachen einzugrenzen. Bei Verdacht auf eine Ohrenentzündung sind eine Otoskopie (Ohrenspiegelung) und die Untersuchung von Ohrsekret sinnvoll. Besteht der Verdacht auf eine Allergie, kommen je nach Situation Allergietests oder eine Eliminationsdiät infrage. Weitere Informationen zur Eliminationsdiät beim Hund findest du in diesem Beitrag.

Auf diese Fragen kannst du dich vor dem Klinik-Besuch vorbereiten:

Um die Ursache für den Juckreiz deines Hundes besser einzugrenzen, lohnt es sich, einige Informationen vorab zu notieren. So kann das Team der Tierklinik die möglichen Auslöser leichter einordnen.

Seit wann kratzt sich dein Hund?

Wo kratzt sich dein Hund? Immer an derselben Stelle oder an verschiedenen Körperregionen?

Wie oft kratzt sich dein Hund?

Wann tritt der Juckreiz auf? Zu bestimmten Tageszeiten, nach dem Spaziergang, nach der Fütterung oder nur zu bestimmten Jahreszeiten?

Hat dein Hund die Beschwerden zum ersten Mal?

Haben andere Tiere im Haushalt ähnliche Beschwerden?

Zeigt dein Hund weitere Symptome, beispielsweise Durchfall oder Erbrechen?

Hat sich in letzter Zeit etwas im Alltag deines Hundes verändert, zum Beispiel durch einen Umzug oder den Verlust einer Bezugsperson?

Hast du vor kurzem das Futter deines Hundes umgestellt?

Sind Allergien bei deinem Hund bekannt?

War dein Hund vor Kurzem im Ausland, beispielsweise in südlicheren Ländern?

Läuft dein Hund häufig durch hohes Gras?

Hatte dein Hund Kontakt zu anderen Hunden mit Juckreiz?

Behandlung – Was hilft bei Juckreiz?

Sobald die Ursache für den Juckreiz feststeht, können gezielte Maßnahmen ergriffen werden. Milben und Flöhe lassen sich beispielsweise mit geeigneten Mitteln behandeln. Je nach Auslöser kann auch die Ernährung eine Rolle spielen. In manchen Fällen sind zusätzlich Medikamente notwendig. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt immer von der Ursache des Juckreizes ab. Im Folgenden zeigen wir dir verschiedene Möglichkeiten, wie du deinen Hund unterstützen kannst.

Akuter Juckreiz – Mögliche Sofortmaßnahmen

Bei akutem Juckreiz können kühlende und feuchtigkeitsspendende Salben oder Lotionen unterstützend eingesetzt werden. Entsprechende Pflegeprodukte findest du in der Tierklinik oder im Tierbedarf. Viele lagern diese Produkte im Kühlschrank, um den kühlenden Effekt zu verstärken. Als Alternative zu Lotionen oder Salben wird gelegentlich auch Quark auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Die kühlende Wirkung kann von manchen Hunden als angenehm empfunden werden. Außerdem gibt es verschiedene Medikamente und Hausmittel, die je nach Ursache des Juckreizes infrage kommen können.

Medikamente bei Juckreiz

Je nach Ursache des Juckreizes kommen unterschiedliche Medikamente infrage. Gegen Flöhe und Milben werden häufig Spot-On-Präparate, Halsbänder, Sprays oder Shampoos eingesetzt. Bei Hautinfektionen können je nach Ursache Salben oder Antibiotika verordnet werden. In bestimmten Fällen, beispielsweise bei Allergien, können auch kortisonhaltige Medikamente zum Einsatz kommen. Da diese mit möglichen Nebenwirkungen verbunden sind, sollte die Behandlung immer individuell abgestimmt werden. Auch Apoquel gehört zu den häufig eingesetzten Medikamenten bei Juckreiz. Nachfolgend stellen wir einige bekannte Medikamente bei Juckreiz vor.

 

Vor der Anwendung von Medikamenten solltest du immer tierärztlichen Rat einholen. Therapie und Dosierung sollten grundsätzlich tierärztlich abgestimmt werden.

Selamectin

Selamectin ist als Spot-On oder Spray erhältlich und wirkt gegen Parasiten wie Flöhe, Milben und Zecken. Selamectin wird sowohl bei bestehendem Parasitenbefall als auch zur Parasitenprophylaxe eingesetzt. Selamectin darf erst ab einem Alter von 6 Wochen aufgetragen werden. Die Anwendungshäufigkeit richtet sich nach dem jeweiligen Präparat und den Herstellerangaben. Häufig erfolgt die Anwendung monatlich. Bei Ohrmilben kann je nach Situation bereits eine einmalige Anwendung ausreichend sein, wobei Selamectin nicht direkt ins Ohr gelangen darf. Die Dosierung hängt auch vom Gewicht deines Hundes ab. Wir empfehlen vor der Anwendung des Medikaments einen tierärztlichen Rat einzuholen. Selamectin darfst du nicht auf die Schleimhäute auftragen. Außerdem kann das Fell an der Applikationsstelle verkleben.

Fipronil

Fipronil wirkt ebenfalls gegen Parasiten. Es ist ein Insektizid, das Flöhe, Haarlinge, Läuse, Zecken und Milben abtötet. Die Dosierung hängt vom Gewicht deines Hundes und der Art des Parasitenbefalls ab. Halte daher vor der Anwendung Rücksprache mit deiner Tierklinik.

Permethrin

Permethrin ist ein weiteres Mittel gegen Flöhe, Milben, Zecken und Läuse. Es ist als Spot-On, Spray oder Shampoo erhältlich und wird sowohl zur Behandlung als auch zur Prophylaxe eingesetzt. Die Dosierung richtet sich nach dem jeweiligen Produkt und dem Körpergewicht des Hundes. Permethrin kann die Schleimhäute und Augen reizen und in manchen Fällen zu Hautirritationen führen.

Antimykotikum

Ein Antimykotikum wird bei Pilzerkrankungen eingesetzt. Das Medikament ist als Salbe, Lotion oder Gel erhältlich und kann direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Ziel der Behandlung ist es, die Pilzinfektion zu kontrollieren und die damit verbundenen Beschwerden zu verringern.

Cortison (auch Kortison)

Cortison ist ein bekannter Wirkstoff, der in verschiedenen Medikamenten enthalten ist. Aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften wird Cortison unter anderem bei Hautentzündungen und anderen entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Dadurch kann es auch Bestandteil der Behandlung von Juckreiz sein. Mittlerweile kommen jedoch häufig alternative Medikamente zum Einsatz, da Cortison mit verschiedenen Nebenwirkungen verbunden sein kann. Dazu zählen beispielsweise Fellverlust, Erbrechen, Durchfall und Magengeschwüre.

Glucocorticoide

Glucocorticoide haben verschiedene Anwendungsgebiete und werden unter anderem bei Erkrankungen eingesetzt, die mit Juckreiz verbunden sein können. Die Wirkstoffe beeinflussen Entzündungsreaktionen im Körper und werden deshalb häufig in der Behandlung entzündlicher Erkrankungen eingesetzt. Wie bei vielen Medikamenten können auch bei der Anwendung von Glucocorticoiden Nebenwirkungen auftreten. Dazu zählen beispielsweise ein erhöhtes Durst- und Hungergefühl, eine höhere Anfälligkeit für Infektionen oder Nierenerkrankungen sowie vermehrte Harnausscheidung (Polyurie). Dauer und Dosierung der Behandlung sollten immer tierärztlich abgestimmt werden.

Oclacitinib

Oclacitinib wird unter anderem bei Juckreiz sowie bei akuten oder chronischen Hautentzündungen eingesetzt. Das bekannteste Medikament mit diesem Wirkstoff ist Apoquel. Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht des Hundes. Häufig wird Oclacitinib zunächst über einen begrenzten Zeitraum zweimal täglich in einer Dosierung von 0,4 bis 0,6 mg pro kg Körpergewicht verabreicht. Anschließend erfolgt die Gabe in vielen Fällen einmal täglich. Die genaue Dosierung und Behandlungsdauer sollten jedoch immer tierärztlich festgelegt werden. Wie bei anderen Medikamenten können auch bei Oclacitinib Nebenwirkungen auftreten. Dazu zählen unter anderem Durchfall und Erbrechen. Außerdem kann der Wirkstoff das Immunsystem beeinflussen.

Cyclosporin / Ciclosporin

Cyclosporin wird unter anderem bei Juckreiz und entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt. Es gehört zur Gruppe der Immunsuppressiva und beeinflusst bestimmte Reaktionen des Immunsystems. Cyclosporin ist beispielsweise im Medikament Atopica enthalten. Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht des Hundes. Häufig werden etwa 5 mg Cyclosporin pro kg Körpergewicht täglich eingesetzt. Die genaue Dosierung und Behandlungsdauer sollten jedoch immer tierärztlich festgelegt werden. Da die Wirkung von Cyclosporin verzögert einsetzen kann, dauert es häufig mehrere Wochen, bis eine deutliche Veränderung der Beschwerden erkennbar ist. In bestimmten Fällen können zusätzliche oder begleitende Behandlungsmaßnahmen sinnvoll sein. Wie bei anderen Medikamenten können auch bei Cyclosporin Nebenwirkungen auftreten. Dazu zählen unter anderem Erbrechen und Durchfall. Seltener werden Zahnfleischentzündungen, Hautveränderungen oder eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen beobachtet.

Lokivetmab

Lokivetmab wird unter anderem bei Hunden mit allergisch bedingtem Juckreiz und allergischen Hauterkrankungen eingesetzt. Der Wirkstoff ist beispielsweise im Medikament Cytopoint enthalten. Die Anwendung erfolgt in der Regel als Injektion. Häufig wird etwa einmal monatlich eine Dosierung von 1 mg pro kg Körpergewicht verabreicht. Die genaue Dosierung und das Behandlungsintervall sollten jedoch immer tierärztlich festgelegt werden. Nicht jeder Hund spricht gleichermaßen auf die Behandlung an. In solchen Fällen sollte das weitere Vorgehen mit dem behandelnden Praxis-Team abgestimmt werden. Manche Hunde bilden Antikörper gegen Lokivetmab, wodurch die Wirkung nachlassen kann.

Hausmittel – Was kann ich meinem Hund bei Juckreiz geben?

Neben Medikamenten werden auch verschiedene Hausmittel bei Juckreiz eingesetzt. Ihre Wirkung ist wissenschaftlich jedoch nicht ausreichend belegt und es gibt nur wenige belastbare Untersuchungen dazu. Die folgenden Hinweise beruhen daher überwiegend auf den Erfahrungen von Hundehalterinnen und Hundehaltern.

Kokosöl

Kokosöl wird von vielen zur Pflege trockener und strapazierter Haut verwendet. Dazu kann es auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Manche geben zudem kleine Mengen Kokosöl über das Futter. Ob sich daraus Vorteile für Haut oder Fell ergeben, ist wissenschaftlich jedoch nicht ausreichend belegt. Teilweise wird Kokosöl außerdem eine abschreckende Wirkung auf Flöhe und andere Parasiten zugeschrieben. Die wissenschaftliche Datenlage hierzu ist jedoch begrenzt. Größere Mengen Kokosöl können bei manchen Hunden zu Verdauungsbeschwerden führen. 

Aloe Vera

Aloe Vera wird häufig bei trockener Haut eingesetzt. Das Gel kann die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und wird oft als angenehm kühlend empfunden. Ob sich dadurch auch Juckreiz verringern lässt, ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt.

Ringelblumensalbe

Ringelblumensalbe wird häufig zur Pflege gereizter Hautstellen eingesetzt. Du erhältst die Salbe in der Apotheke oder im Drogeriemarkt. Achte darauf, dass die Salbe keine Duftstoffe enthält, die die Haut deines Hundes zusätzlich reizen könnten.

Fenchelsamen und Kamillentee

Fenchelsamen und Kamillentee werden häufig bei gereizter Haut eingesetzt. Lasse den Tee vor der Anwendung vollständig abkühlen und trage den Sud vorsichtig auf die betroffenen Hautstellen auf. Alternativ kannst du deinem Hund kalte Umschläge mit abgekühltem Kamillentee auflegen.

Quark

Quark wird häufig bei gereizter Haut verwendet. Der gekühlte Quark wird oft als angenehm kühlend empfunden und kann auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden.

Apfelessig

Apfelessig wird gelegentlich bei Hunden mit Hautproblemen verwendet. Teilweise wird ihm eine abschreckende Wirkung auf Flöhe und andere Parasiten zugeschrieben, wissenschaftlich ausreichend belegt ist dies jedoch nicht. 

Wichtig: Apfelessig sollte niemals unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden und nicht mit offenen Wunden oder entzündeten Hautstellen in Kontakt kommen. Vor der Anwendung sollte er immer ausreichend mit Wasser verdünnt werden. Dabei kannst du beispielsweise 1 Liter Apfelessig zu 0,5 Litern Wasser geben.

Kernseife

Kernseife wird häufig für Pfotenbäder verwendet. Das Bad kann dabei helfen, Pollen, Grasmilben oder Rückstände wie Pestizide von den Pfoten zu entfernen. Viele Menschen nutzen Pfotenbäder daher nach Spaziergängen durch hohes Gras oder behandelte Flächen. Anschließend solltest du die Pfoten gründlich mit klarem Wasser abspülen und gut abtrocknen. Verwende keine Kernseife, wenn dein Hund offene Stellen an den Pfoten hat. In den Fällen kann die Seife die Haut zusätzlich reizen.

Futterumstellung bei Juckreiz aufgrund von Futtermittelunverträglichkeiten

Steckt hinter dem Juckreiz eine Futtermittelunverträglichkeit, kann eine Anpassung der Ernährung sinnvoll sein. Häufig werden dabei Futtermittel mit ausgewählten Protein- und Kohlenhydratquellen eingesetzt, um bestimmte Zutaten gezielt zu vermeiden. Zusätzlich setzen viele Hundehalter auf Öle wie Fischöl, Algenöl, Leinöl oder Hanföl. Diese enthalten Omega-3-Fettsäuren, die die normale Haut- und Fellfunktion unterstützen können.

 

Für ernährungssensible Hunde empfehlen wir unsere Diät-Alleinfuttermittel Patentrezept und Alleskönner. Die Rezepturen enthalten ausgewählte Protein- und Kohlenhydratquellen und sind zur Minderung von Ausgangserzeugnis- und Nährstoffintoleranzerscheinungen bestimmt.

Weitere Informationen zu hypoallergenem Hundefutter aus Insekten findest du in diesem Beitrag.

Sonstige Behandlungsmöglichkeiten

Neben Medikamenten und einer angepassten Ernährung können je nach Ursache weitere Maßnahmen sinnvoll sein. Welche Behandlung infrage kommt, hängt immer vom Auslöser des Juckreizes ab.

Stress vermeiden

Steht der Juckreiz im Zusammenhang mit Stress, lohnt es sich, mögliche Stressauslöser zu identifizieren. Versuche, deinem Hund einen geregelten Tagesablauf zu bieten und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen. Manche Hunde nutzen beispielsweise eine Hundebox in einem ruhigen Raum gerne als Rückzugsort.

Mehr Beschäftigung

Manche Hunde lecken und kratzen sich, weil sie sich langweilen. Dein Hund sollte körperlich und geistig ausgelastet sein. Gehe regelmäßig mit ihm spazieren und biete ihm abwechslungsreiche Beschäftigung. Vielleicht ist Hundesport eine gute Idee für euch oder du probierst Suchspiele aus. Hunde nutzen gerne ihre Nase und werden durch die Suche nach Leckerchen auch geistig gefordert. Dein Hund ist ein Genie? Dann versuche es doch einmal mit Intelligenzspielzeugen. Beschäftigung kann dabei helfen, die Aufmerksamkeit deines Hundes stärker auf andere Aktivitäten zu lenken.

Die richtige Fellpflege

Juckreiz kann unter anderem mit losem Fell oder gereizter Haut verbunden sein. Regelmäßiges Bürsten hilft dabei, lose Haare aus dem Fell zu entfernen und das Fell sauber zu halten. Viele Hunde genießen außerdem die zusätzliche Aufmerksamkeit während der Fellpflege. Manche tragen zusätzlich etwas Kokosöl auf trockene Hautstellen auf. Ob sich dadurch Vorteile für Haut oder Fell ergeben, ist wissenschaftlich jedoch nicht ausreichend belegt. Wie du deinen Hund beim Fellwechsel unterstützen kannst und welche Fellpflege zu seinem Felltyp passt, erfährst du in diesem Beitrag.

Verhaltenstherapie

Einige Hunde reagieren in belastenden Situationen mit vermehrtem Lecken oder Kratzen als sogenannte Übersprungshandlung. Das kann beispielsweise bei Überforderung auftreten. Hat sich dieses Verhalten bereits verfestigt, kann eine Verhaltenstherapie sinnvoll sein. Fachleute für Hundeverhalten können dich dabei unterstützen, die Ursachen besser zu verstehen und geeignete Maßnahmen für den Alltag zu entwickeln.

Allergene vermeiden

Steht der Juckreiz im Zusammenhang mit einer Allergie, ist es sinnvoll, bekannte Allergieauslöser möglichst zu meiden. Reagiert dein Hund auf bestimmte Futterbestandteile, kann eine Anpassung der Ernährung sinnvoll sein. Bei einer Umweltallergie kann es helfen, den Kontakt mit den Auslösern möglichst gering zu halten. Nach Spaziergängen lassen sich beispielsweise Pollen und andere Rückstände durch das Waschen der Pfoten und Bürsten des Fells entfernen. Bei einer Kontaktallergie, etwa gegen bestimmte Pflegeprodukte, sollten die entsprechenden Produkte nicht weiter verwendet werden. Reagiert dein Hund auf Hausstaubmilben, können regelmäßiges Staubsaugen sowie das Waschen von Decken und Schlafplätzen dazu beitragen, die Belastung zu verringern.

Immuntherapie – Desensibilisierung bei Hunden

Eine Immuntherapie, auch Desensibilisierung oder Hyposensibilisierung genannt, kommt bei manchen Hunden mit Allergien infrage. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf eigentlich harmlose Stoffe. Im Rahmen der Therapie erhält der Hund in bestimmten Abständen kleine Mengen des Allergieauslösers. Ziel ist es, das Immunsystem schrittweise an den Stoff zu gewöhnen und die Reaktion darauf zu verringern. Das Behandlungsintervall und die Dosierung werden individuell auf den Hund abgestimmt. Die Therapie sollte immer tierärztlich begleitet werden. Wie bei anderen Behandlungen können auch bei einer Desensibilisierung Nebenwirkungen auftreten, diese sind jedoch häufig mild.

 

Alternativ kann eine sublinguale Immuntherapie infrage kommen. Dabei wird die Dosis ein- bis zweimal täglich über das Maul verabreicht. Wichtig ist, den Therapieplan konsequent einzuhalten und die Behandlung eng tierärztlich begleiten zu lassen.

Juckreiz vorbeugen – Unsere 6 Tipps gegen Juckreiz

Juckreiz kann für Hunde sehr belastend sein. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko für Hautreizungen und bestimmte Auslöser von Juckreiz verringern. Wir zeigen dir sechs Tipps für den Alltag mit deinem Hund.

1. Schutz gegen Parasiten

Parasiten wie Flöhe, Zecken und Milben gehören zu den häufigen Ursachen von Juckreiz beim Hund. Kontrolliere das Fell deines Hundes daher regelmäßig und achte auf Anzeichen eines Parasitenbefalls. Für den Schutz vor Parasiten stehen verschiedene Präparate zur Verfügung, deren Anwendung individuell auf den Hund abgestimmt werden sollte.

Natürliche Mittel gegen Zecken

Den folgenden Hausmitteln wird teilweise eine abschreckende Wirkung auf Flöhe, Zecken und andere Parasiten zugeschrieben. Die Angaben beruhen überwiegend auf Erfahrungswerten. Eine ausreichende wissenschaftliche Belegung der Wirksamkeit liegt derzeit nicht vor.

Kokosöl
Zitrone
Apfelessig
Pfefferminz-Säckchen

2. Häufiges Baden vermeiden

Tatsächlich benötigen unsere Hunde nicht so oft ein Bad wie wir. Achte darauf, geeignetes Shampoo zu verwenden oder nutze nur klares Wasser. Zu häufiges Waschen kann die natürliche Schutzschicht der Haut beeinträchtigen. Dadurch kann die Haut austrocknen und empfindlicher werden. Verzichte also möglichst darauf, deinen Hund zu oft zu baden. Ausnahmen gibt es bei Hunden mit Hauterkrankungen. Hier kann häufigeres Waschen mit speziellen Shampoos sinnvoll sein.

3. Haut- und Fellpflege

Die richtige Haut- und Fellpflege unterstützt die Hautgesundheit deines Hundes. Regelmäßiges Bürsten löst lose Haare und fördert die Durchblutung. Dadurch unterstützt du Haut und Fell deines Hundes. Bürste deinen Hund nach dem Spaziergang, um Pollen und Blüten aus dem Fell zu entfernen. Trockne außerdem die Pfoten immer gut ab, da Feuchtigkeit die Vermehrung von Hefepilzen begünstigen kann.

4. Hygienisches Hundebett

Milben und Flöhe fühlen sich in Hundebetten besonders wohl. Reinige das Bett deines Hundes daher regelmäßig. Viele Hundebetten sind waschbar. Betten aus Kunstleder lassen sich beispielsweise gut abwischen und reinigen. Im Handel findest du außerdem spezielle Reinigungsprodukte für Hundebetten. Durch die regelmäßige Reinigung können sich Milben und andere Tierchen weniger leicht im Hundebett ansiedeln.

5. Stress vermeiden und genügend Beschäftigung

Unternimm mit deinem Hund viele Abenteuer und laste ihn auch geistig aus. Ob Hundesport, Suchspiele oder das Lernen neuer Tricks, gemeinsame Aktivitäten sorgen für Abwechslung und Beschäftigung. Biete deinem Hund dennoch genügend Ruhephasen und Rückzugsorte. Ein ausgewogener Alltag mit Beschäftigung und Erholung kann dabei helfen, Stress und Langeweile zu reduzieren.

6. Das richtige Futter

Auch die Ernährung spielt für Haut und Fell eine Rolle. Algen-, Fisch- und Leinöl enthalten Omega-3-Fettsäuren, die zur normalen Haut- und Fellfunktion beitragen. Achte darauf, deinem Hund nicht zu viel Öl zu füttern, da größere Mengen zu Verdauungsbeschwerden oder Durchfall führen können. Besteht der Verdacht auf eine Futtermittelunverträglichkeit oder Futtermittelallergie, kann eine Anpassung der Ernährung sinnvoll sein. Häufig werden dabei Futtermittel mit ausgewählten Protein- und Kohlenhydratquellen eingesetzt.

Die 8 häufigsten Fragen zu Juckreiz bei Hunden

Dein Hund kratzt sich ständig und das macht dich langsam verrückt? Dann bist du nicht allein. Wir beantworten die häufigsten Fragen rund um Juckreiz beim Hund und geben dir praktische Tipps für den Alltag.

Was kann ich meinem Hund bei Juckreiz geben?

Wir können verstehen, dass du deinem Hund möglichst schnell Unterstützung bieten möchtest. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt jedoch immer von der Ursache des Juckreizes ab. Manche Hundehaltenden verwenden bei gereizter Haut spezielle Shampoos oder Pflegeprodukte. Auch Kokosöl wird gelegentlich auf trockene Hautstellen aufgetragen. Die Wirkung solcher Hausmittel und Pflegeprodukte ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt. Achte außerdem darauf, Kokosöl nicht auf offene Hautstellen aufzutragen. Hält der Juckreiz an oder wird stärker, solltest du deinen Hund tierärztlich untersuchen lassen. Nur so lässt sich die Ursache gezielt eingrenzen und die weitere Behandlung planen.

Was stoppt Juckreiz sofort?

Wenn dein Hund unter starkem Juckreiz leidet, möchtest du ihn natürlich möglichst schnell unterstützen. Als Sofortmaßnahme können kühle Umschläge oder kalte Tücher auf den betroffenen Hautstellen als angenehm empfunden werden. Manche verwenden außerdem Pflegeprodukte wie Aloe-Vera-Gel, Ringelblumensalbe oder Kokosöl. Die Wirkung solcher Hausmittel ist jedoch nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Wichtig ist, die Ursache des Juckreizes abklären zu lassen. Hält der Juckreiz an oder tritt er regelmäßig auf, sollte dein Hund tierärztlich untersucht werden. Besteht der Verdacht auf eine Futtermittelunverträglichkeit oder Futtermittelallergie, kann auch die Ernährung bei der weiteren Abklärung eine Rolle spielen.

Was fehlt dem Hund, wenn er sich kratzt?

Es ist schwer mit anzusehen, wenn dein Hund sich unaufhörlich kratzt. Häufig steckt eine Reizung der Haut oder eine andere gesundheitliche Ursache dahinter. Mögliche Auslöser sind beispielsweise Futtermittelunverträglichkeiten, Allergien gegen Pollen oder Hausstaubmilben sowie Hautinfektionen oder Parasiten wie Flöhe und Milben. Auch die Ernährung kann eine Rolle für Haut und Fell spielen. Da Juckreiz viele verschiedene Ursachen haben kann, ist eine tierärztliche Untersuchung sinnvoll, um den Auslöser gezielt einzugrenzen.

Welches Öl hilft gegen Juckreiz beim Hund?

Öle werden häufig als Ergänzung zur Haut- und Fellpflege eingesetzt. Kokosöl wird von manchen Menschen direkt auf trockene Hautstellen aufgetragen. Achte dabei darauf, das Öl nicht auf offene Wunden oder verletzte Hautstellen zu geben. Fischöl oder Leinöl enthalten Omega-3-Fettsäuren, die für die normale Hautfunktion eine Rolle spielen. Sie können als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung über das Futter gegeben werden.

Welches Medikament bei Juckreiz Hund?

Welche Medikamente infrage kommen, hängt von der Ursache des Juckreizes ab. Bei allergisch bedingtem Juckreiz werden beispielsweise Wirkstoffe wie Oclacitinib (Apoquel) oder Lokivetmab (Cytopoint) eingesetzt. In bestimmten Fällen können auch kortisonhaltige Medikamente zum Einsatz kommen. Welches Medikament geeignet ist und welche Dosierung angewendet wird, sollte immer individuell tierärztlich entschieden werden. Daher solltest du deinem Hund Medikamente nur nach tierärztlicher Rücksprache geben.

Wie oft ist Jucken beim Hund normal?

Es ist völlig normal, wenn dein Hund sich gelegentlich kratzt. Genau wie wir Menschen verspüren auch Hunde hin und wieder einen leichten Juckreiz. Kratzt sich dein Hund jedoch sehr häufig, über längere Zeit oder wirkt dabei unruhig, solltest du genauer hinschauen. Beobachte sein Verhalten und zögere nicht, ihn tierärztlich untersuchen zu lassen, wenn du dir Sorgen machst.

Welches Futter, wenn der Hund sich ständig kratzt?

In manchen Fällen kann häufiges Kratzen mit einer Futtermittelunverträglichkeit oder Futtermittelallergie zusammenhängen. Besteht dieser Verdacht, kann eine Anpassung der Ernährung sinnvoll sein. Häufig werden dabei Futtermittel mit ausgewählten Protein- und Kohlenhydratquellen eingesetzt. Es kann etwas Zeit in Anspruch nehmen, die passende Ernährung für deinen Hund zu finden. Wenn du Fragen zur Futterauswahl hast, beraten wir dich gerne.

Wie erkenne ich, ob mein Hund Grasmilben hat?

Grasmilben sind kleine Parasiten, die vor allem im Spätsommer aktiv sind und bei manchen Hunden starken Juckreiz auslösen können. Häufiges Kratzen an den Pfoten, am Bauch oder an den Beinen kann ein Hinweis auf einen Befall sein. Auch kleine rote Pusteln oder andere Hautreizungen kommen bei betroffenen Hunden vor. Da ähnliche Beschwerden auch andere Ursachen haben können, ist eine tierärztliche Untersuchung sinnvoll, um die genaue Ursache abzuklären.

Unsere Empfehlung – Insektenfutter für ernährungssensible Hunde

Bei manchen Hunden steht Juckreiz im Zusammenhang mit einer Futtermittelunverträglichkeit oder Futtermittelallergie. In solchen Fällen kann eine Anpassung der Ernährung sinnvoll sein. Unsere Sorten Patentrezept und Alleskönner sind Diät-Alleinfuttermittel zur Minderung von Ausgangserzeugnis- und Nährstoffintoleranzerscheinungen. Die Rezepturen enthalten ausgewählte Protein- und Kohlenhydratquellen und eignen sich für Hunde mit besonderen Anforderungen an die Ernährung. Als Proteinquelle verwenden wir Insektenprotein. Die übersichtlichen Rezepturen enthalten nur wenige ausgewählte Zutaten. Weitere Informationen findest du auf den Produktseiten.

Kundinnen & Kunden mit glücklichen Hunden