Hundefutter ohne Fleisch – 3 Möglichkeiten für deinen Hund

Viele Menschen ernähren sich bewusster und essen weniger Fleisch. Auch bei der Ernährung des Hundes hat sich in den letzten Jahren viel geändert. Du setzt dich intensiv mit der Wahl des Futters auseinander? Dann hast du dich vielleicht schon gefragt, ob du deinen Hund auch ohne Fleisch ernähren kannst. Wir verraten dir, worauf du dabei achten solltest und wie du deinen Hund auch ohne Fleisch ausgewogen ernähren kannst.

Ofrieda, 02.07.2020 – Letzte Überprüfung: 27.07.2026

Kapitelübersicht

Gründe für eine Fütterung ohne Fleisch

Benötigen Hunde unbedingt Futter mit Fleisch?

Kann mein Hund Gemüse überhaupt richtig verdauen?

3 Möglichkeiten für eine fleischlose Ernährung des Hundes

Die 7 häufigsten Fragen zu Hundefutter ohne Fleisch

Unser Fazit zu Hundefutter ohne Fleisch

Unser Hundefutter als Alternative zu Fleisch

Gründe für eine Fütterung ohne Fleisch

Immer mehr Hunde leiden unter Allergien und Futtermittelunverträglichkeiten. Häufig sind bestimmte Proteine, also in vielen Fällen Bestandteile des Fleisches, der Auslöser. Oft ist es dann nicht möglich, eine Fleischsorte zu finden, die der Hund ohne Probleme verträgt. Gleichzeitig stehen die Haltungsbedingungen von Hühnern, Schweinen und Rindern seit Jahren in der Kritik. Viele Menschen möchten diese Form der Tierhaltung nicht unterstützen und suchen deshalb nach Alternativen. Die Produktion von Tiernahrung ist eine wichtige Einnahmequelle für die Fleischindustrie. Wer bewusst auf Fleisch verzichten oder den Fleischkonsum seines Hundes reduzieren möchte, findet heute verschiedene fleischlose Alternativen.

Definition von Fleisch

Es gibt keine einheitliche Definition des Begriffs Fleisch. Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man darunter meist essbare Teile von Säugetieren und Vögeln. Essbare Teile von Fischen und Insekten werden dagegen in der Regel nicht als Fleisch bezeichnet.

Benötigen Hunde unbedingt Futter mit Fleisch?

Genau wie wir Menschen benötigen auch Hunde Proteine, Kohlenhydrate und Fette. Diese zählen zu den Hauptnährstoffen der Nahrung. Für eine ausgewogene Ernährung ist es wichtig, dass sie im richtigen Verhältnis aufgenommen werden.

 

In herkömmlichem Hundefutter ist Fleisch der Hauptlieferant von Proteinen (Eiweißen). Es gibt aber auch viele pflanzliche Proteinquellen, wie beispielsweise Hülsenfrüchte. Durch die Kombination geeigneter pflanzlicher Proteinquellen kann der Proteinbedarf eines Hundes auch pflanzlich gedeckt werden.

 

Kritiker sagen häufig, dass Hunde Fleisch fressen müssen, da der Wolf schließlich auch ein Fleischfresser ist. Im Laufe der Domestizierung haben Hunde ihre Fähigkeit verbessert, stärkehaltige Nahrung zu verdauen. Außerdem haben sie sich im Zusammenleben mit dem Menschen an eine abwechslungsreichere Ernährung angepasst. Die Abstammung vom Wolf bedeutet daher nicht, dass Hunde möglichst viel Fleisch benötigen.

Kann mein Hund Gemüse überhaupt richtig verdauen?

Viele pflanzliche Zutaten in Hundefutter, beispielsweise Kartoffeln oder Mais, enthalten einen hohen Anteil an Stärke. Die Stärke ist ein wichtiger Energielieferant für deinen Hund. Fleischloses Hundefutter hat häufig einen höheren Stärkeanteil als Hundefutter mit Fleisch.

Damit Stärke vom Körper gut verwertet werden kann, muss sie zunächst aufgeschlossen werden. Dafür sorgen Verdauungsenzyme im Magen-Darm-Trakt. Auch das Kochen schließt Stärke auf. So sind beispielsweise Kartoffeln erst nach dem Erhitzen für uns Menschen gut verdaulich. Auch bei der Herstellung von Hundefutter wird Stärke teilweise aufgeschlossen. Dies geschieht zum Beispiel bei der Herstellung von Trockenfutter durch Extrusion. Dabei werden die Zutaten erhitzt, wodurch die Stärke teilweise aufgeschlossen wird und anschließend leichter verdaut werden kann. Studien zeigen, dass Hunde stärkehaltige Nahrung gut verdauen können.

Außerdem kann Gemüse zu einer ausgewogenen Ernährung deines Hundes beitragen. Es liefert vor allem Ballaststoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe. Je nach Sorte enthält es außerdem pflanzliche Proteine und Aminosäuren. Erbsen oder andere Hülsenfrüchte sind beispielsweise gute pflanzliche Proteinquellen. Am besten zerkleinerst und erhitzt du das Gemüse vor dem Füttern. Dadurch können viele der enthaltenen Nährstoffe und die Stärke besser verdaut werden.

3 Möglichkeiten für eine fleischlose Ernährung des Hundes

Es gibt verschiedene Futteralternativen zu Hundefutter mit Fleisch. Je nach Zusammensetzung können sie für empfindliche Hunde gut verträglich sein. Außerdem entscheiden sich viele Hundehalter aus Gründen des Tierwohls oder der Umwelt bewusst für fleischlose Alternativen. Wichtig ist, dass Proteine, Kohlenhydrate und Fette sowie alle notwendigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in ausreichender Menge enthalten sind. Wir stellen euch drei Alternativen zu fleischhaltigem Hundefutter vor.

1. Insekten als Proteinquelle

Insekten sind eine ressourcenschonende Alternative zu Fleisch, da sie im Vergleich zu vielen klassischen Nutztieren weniger Ressourcen benötigen. Außerdem lassen sich Insekten unter Bedingungen halten, die ihren artspezifischen Anforderungen entsprechen. Für unser Hundefutter verwenden wir die Larven der Schwarzen Soldatenfliege (Hermetia illucens). Sie haben einen Proteingehalt von 58 % und enthalten damit sogar mehr Eiweiß als Rindfleisch. Aber nicht nur die Menge ist wichtig, sondern auch die Qualität. Das Protein der Schwarzen Soldatenfliege weist eine hohe Verdaulichkeit auf und besitzt eine höhere biologische Wertigkeit als viele pflanzliche Proteinquellen. Dadurch kann das enthaltene Protein vom Hund gut verwertet werden.

 

Darüber hinaus sind die Larven reich an Vitamin B12. Dieses Vitamin kommt natürlicherweise in tierischen Lebensmitteln vor und wird für die Blut- und Zellbildung sowie die normale Funktion des Nervensystems benötigt. Zusätzlich enthalten sie Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Kalzium, die an zahlreichen normalen Stoffwechselprozessen beteiligt sind.

Hier geht es zu unserem Hundefutter aus Insekten.

2. Vegetarisches Hundefutter

Eine vegetarische Fütterung ist für einige Hundebesitzer unvorstellbar. Doch verschiedene Studien zeigen, dass die vegetarische Ernährung des Hundes durchaus möglich ist. Bei einigen Hunden mit Futtermittelunverträglichkeiten kann eine vegetarische Ernährung eine gut verträgliche Alternative sein. Auch bei einer purinarmen Ernährung kann vegetarisches Hundefutter je nach Rezeptur eine geeignete Option sein. Der Puringehalt pflanzlicher Zutaten, Milchprodukte und Eier ist häufig deutlich geringer als der vieler Fleischsorten. Milchprodukte und Eier können hochwertige Proteine liefern und Fleisch als Proteinquelle ersetzen. Bei einer ausgewogenen Rezeptur enthält Hundefutter auch ohne Fleisch alle notwendigen Proteine, Fette, Kohlenhydrate sowie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

 

Dennoch erfüllen nicht alle erhältlichen Futtermittel die Anforderungen an eine bedarfsgerechte Versorgung. Deshalb solltest du auf eine ausgewogene Zusammensetzung achten. Bei einer vegetarischen Fütterung kann es sinnvoll sein, die Blutwerte und den Urin deines Hundes regelmäßig überprüfen zu lassen. So lässt sich die Versorgung deines Hundes kontrollieren und die Fütterung bei Bedarf anpassen.

Der Unterschied zwischen vegetarischer und veganer Ernährung

Vegetarische Ernährung

Die Ernährung besteht überwiegend aus pflanzlichen Lebensmitteln. Milchprodukte und Eier können ebenfalls Bestandteil der Ernährung sein.

Vegane Ernährung

Die Ernährung basiert ausschließlich auf pflanzlichen Lebensmitteln. Auf Fleisch sowie alle anderen tierischen Produkte wird vollständig verzichtet.

3. Veganes Hundefutter

Wer seinen Hund vegan ernähren möchte, sollte sich intensiv mit der Nahrung und dem Nährstoffbedarf seines Hundes beschäftigen. Gerade wenn das Futter selbst frisch zusammengestellt wird, ist Fachwissen notwendig, um Nährstoffmängel zu vermeiden.

Eine Ernährung mit Hundefutter ohne tierische Proteine ist grundsätzlich möglich, wenn der Nährstoffbedarf des Hundes vollständig gedeckt wird. Dabei müssen verschiedene pflanzliche Proteinquellen kombiniert werden, um alle essenziellen Aminosäuren abzudecken. Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine. Einige kann der Hund nicht selbst herstellen und muss sie daher über die Nahrung aufnehmen. Eine unzureichende Versorgung mit essenziellen Aminosäuren wie Lysin, Methionin oder Tryptophan kann sich unter anderem auf Haut und Fell sowie verschiedene Körperfunktionen auswirken. Deshalb ist eine ausgewogene Zusammensetzung der Nahrung besonders wichtig.

Proteinquellen bei einer veganen Ernährung sind häufig Hülsenfrüchte wie Erbsen und Soja sowie Getreide wie Reis, Mais, Weizen und Gerste. Werden geeignete pflanzliche Proteinquellen in einem ausgewogenen Verhältnis kombiniert und der Nährstoffbedarf vollständig gedeckt, kann ein Hund auch mit einem Futter ohne tierische Proteine ernährt werden.

Risiken einer rein pflanzlichen Ernährung beim Hund

Pflanzliche Proteine enthalten weniger ansäuernde Aminosäuren, was zu einer Alkalisierung des Harns führen kann. Dadurch kann sich der pH-Wert des Urins erhöhen. Bei einem alkalischen Urin (pH-Wert > 7) besteht ein erhöhtes Risiko für Harnkristalle, die die Harnwege verstopfen können. Unbehandelt kann dies zu Beschwerden beim Wasserlassen und im schlimmsten Fall zu einem Harnwegsverschluss führen, der tierärztlich behandelt werden muss. Durch eine geeignete Zusammensetzung des Futters lässt sich dieses Risiko verringern. 

Hundefutter ohne Eiweiß und Protein

Eine Ernährung des Hundes ohne Protein ist nicht möglich. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Protein aus tierischen oder pflanzlichen Quellen stammt.

Für ausgewachsene Hunde sollte ein Alleinfuttermittel nach den FEDIAF-Empfehlungen einen Rohproteingehalt von mindestens 18 % aufweisen. Diätfuttermittel können je nach Ernährungszweck einen geringeren Proteingehalt enthalten.

Hunde benötigen essenzielle Aminosäuren, die über die Nahrung aufgenommen werden müssen.

Eine unzureichende Versorgung mit essenziellen Aminosäuren kann zu Mangelerscheinungen und schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen.

Die 7 häufigsten Fragen zu Hundefutter ohne Fleisch

Du fragst dich, ob dein Hund auch ohne Fleisch gesund und glücklich leben kann? In diesem Kapitel beantworten wir die wichtigsten Fragen zur fleischfreien Ernährung von Hunden und zeigen, warum Hunde nicht zwingend Fleisch benötigen.

Kann ein Hund auf Fleisch verzichten?

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Im Laufe der Domestizierung haben sich Hunde an eine abwechslungsreiche Ernährung angepasst. Das bedeutet, dass sie wichtige Nährstoffe auch aus pflanzlichen und anderen nicht tierischen Quellen beziehen können. Wichtig ist, dass das Futter den Nährstoffbedarf des Hundes vollständig deckt. Ist das der Fall, kann ein Hund auch ohne Fleisch ausgewogen und bedarfsgerecht ernährt werden.

Kann man einen Hund ohne Fleisch ernähren?

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Eine Ernährung ohne Fleisch ist heute keine Seltenheit mehr. Es gibt inzwischen vegetarische und vegane Futtersorten, die bei ausgewogener Rezeptur den Nährstoffbedarf deines Hundes decken können.

Wie gut ist vegetarisches Hundefutter?

Vegetarisches Hundefutter kann eine gute Alternative sein, vorausgesetzt, die Zusammensetzung stimmt. Hunde benötigen essenzielle Aminosäuren sowie Vitamine und Mineralstoffe. Ein ausgewogen zusammengesetztes vegetarisches Alleinfuttermittel kann diesen Bedarf decken.

Was füttern, wenn der Hund kein Fleisch verträgt?

Wenn dein Hund bestimmte Fleischsorten nicht verträgt oder allergisch auf einzelne tierische Proteine reagiert, ist das kein Grund zur Sorge. Es gibt verschiedene fleischlose Alternativen. Je nach Rezeptur können pflanzliche Proteinquellen wie Hülsenfrüchte eine geeignete Alternative sein.

Ist eine reine Fleischernährung gut für Hunde?

Fleisch allein liefert nicht alle Nährstoffe, die ein Hund für eine bedarfsgerechte Ernährung benötigt. Dein Hund benötigt neben Proteinen auch Fette sowie Vitamine, Mineralstoffe und weitere Nährstoffe. Pflanzliche Zutaten wie Gemüse können zu einer bedarfsdeckenden Mahlzeit beitragen.

Welche pflanzlichen Proteinquellen sind für Hunde am besten geeignet?

Vor allem Hülsenfrüchte und einige Pseudogetreide liefern wertvolle pflanzliche Proteine. Erbsen, Lupinen oder Quinoa sind beispielsweise gute pflanzliche Proteinquellen für Hunde. Kartoffeln und Süßkartoffeln liefern dagegen vor allem Kohlenhydrate und ergänzen die Rezeptur sinnvoll. Entscheidend ist, dass die verschiedenen Zutaten so kombiniert werden, dass der Nährstoffbedarf des Hundes vollständig gedeckt wird.

Kann fleischloses Hundefutter langfristig gefüttert werden?

Ja, grundsätzlich ist das möglich. Wenn das Futter den Nährstoffbedarf deines Hundes dauerhaft deckt, ist auch eine langfristige fleischlose Fütterung möglich. Regelmäßige Blutuntersuchungen können sinnvoll sein, um die Nährstoffversorgung zu kontrollieren. Entscheidend ist, dass das Futter ausgewogen zusammengesetzt ist und den Nährstoffbedarf deines Hundes dauerhaft deckt.

Unser Fazit zu Hundefutter ohne Fleisch

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine fleischlose Ernährung deines Hundes möglich ist, wenn sein Nährstoffbedarf vollständig gedeckt wird. Aus unserer Sicht können insektenbasiertes, vegetarisches und veganes Hundefutter eine gute Alternative sein, sofern sie ausgewogen zusammengesetzt sind.

 

Für Welpen, sehr aktive Hunde sowie tragende und säugende Hündinnen würden wir eher zu einem insektenbasierten Hundefutter raten. Der Bedarf an Protein und essenziellen Aminosäuren ist in diesen Lebensphasen erhöht. Vegetarisches und veganes Hundefutter ist zwar grundsätzlich möglich, erfordert aus unserer Sicht in diesen Fällen jedoch eine besonders sorgfältige Auswahl der Rezeptur.

 

Egal, für welche Fütterungsform du dich entscheidest: Wichtig ist, dass dein Hund das Futter gerne frisst und sein Nährstoffbedarf dauerhaft gedeckt wird.

Unser Hundefutter als Alternative zu Fleisch

Mit unserem Hundefutter setzt du auf eine ressourcenschonende Alternative zu vielen klassischen Fleischrezepturen. Wir nutzen Insekten als Proteinquelle und Alternative zu Fleisch. Bei unserer Sorte Held vom Feld setzen wir auf die Kombination von pflanzlichen Proteinquellen und Ei. Entdecke jetzt unser Hundefutter ohne Fleisch.