Futtermittelallergie bei Katzen – Hilfe bei Juckreiz, Durchfall & Co.

Hat deine Katze mit Allergien oder Unverträglichkeiten zu kämpfen? Oft spielt die Ernährung eine Rolle. Bestimmte Futtermittel können Juckreiz, Durchfall oder Verdauungsprobleme auslösen. Ein Wechsel des Futters kann helfen, aber das passende Produkt zu finden, ist nicht immer einfach. Du hast schon viele verschiedene Sorten getestet, aber nichts hat geholfen? Keine Sorge. Wir zeigen dir, worauf du bei der Fütterung achten kannst. Mit den folgenden Tipps findest du leichter ein passendes Futter für deine Katze.

Ofrieda, 17.07.2025 – Letzte Überprüfung: 31.07.2026

Kapitelübersicht

Wieso löst Katzenfutter Allergien aus?

Symptome – So macht sich die Futtermittelallergie bei Katzen bemerkbar

Allergietests bei Katzen – Futtermittelallergie erkennen

Ist eine Futterallergie bei Katzen heilbar?

Was bedeutet hypoallergenes Katzenfutter?

Wenn nichts hilft – Selbstgekochtes Futter für sensible Katzen

Das solltest du beachten – 6 Fehler bei der Fütterung

Die 7 häufigsten Fragen zur Futtermittelallergie bei Katzen

Unsere Empfehlung – Insekten Katzenfutter für Allergiker

Wieso löst Katzenfutter Allergien aus?

Wenn deine Katze an einer Futterallergie leidet, reagiert sie auf eigentlich harmlose Bestandteile ihres Futters. Die Allergie zeigt sich häufig durch Symptome wie ständiges Kratzen oder Durchfall. Um die Auslöser der Allergie zu ermitteln, ist es wichtig, die Ernährung deiner Katze genauer zu betrachten. Durch die Umstellung auf ein passendes Katzenfutter für Allergiker können sich die Beschwerden bessern.

Begriffserklärung

Arten von Allergien bei Katzen

Katzen können an verschiedenen Allergien leiden. Dazu gehören beispielsweise Futtermittelallergien, Umweltallergien oder Kontaktallergien. Der Einfachheit halber verwenden wir in diesem Beitrag den Begriff „Allergie“, wenn von einer Futtermittelallergie die Rede ist.

Hat deine Katze eine Allergie oder eine Unverträglichkeit?

Wenn du dich mit dem Thema „Futterallergie“ beschäftigst, stößt du schnell auf den Begriff „Unverträglichkeit“. Doch was genau bedeutet das? Im Alltag werden die beiden Begriffe oft synonym verwendet. Häufig spricht man von einer Allergie, obwohl die Katze eigentlich an einer Unverträglichkeit leidet. Doch worin liegen die Unterschiede zwischen einer Unverträglichkeit und einer Allergie?

Futtermittelallergie bei Katzen

Eine Allergie ist eine Fehlsteuerung des Immunsystems deiner Katze. Bei wiederholtem Kontakt mit einem bestimmten Inhaltsstoff reagiert das Immunsystem über und bekämpft eigentlich harmlose Bestandteile des Futters. Dies kann sich beispielsweise durch Juckreiz, Verdauungsprobleme oder Hautentzündungen äußern.

Unverträglichkeit bei Katzen

Bei einer Futterunverträglichkeit ist das Immunsystem nicht beteiligt. Stattdessen reagiert der Körper deiner Katze direkt auf bestimmte Bestandteile des Futters. Es kann sich dabei auch um eine Überempfindlichkeit oder eine Intoleranz gegenüber bestimmten Bestandteilen des Futters handeln.

Welche Rassen sind besonders häufig betroffen?

Es gibt bislang nicht genügend Studien, die die Anfälligkeit verschiedener Katzenrassen untersucht haben. Deshalb lässt sich derzeit nicht sagen, ob bestimmte Katzenrassen besonders anfällig für Futtermittelallergien sind.

Symptome – So macht sich die Futtermittelallergie bei Katzen bemerkbar

Deine Katze kratzt sich ständig oder hat häufig Durchfall? Das könnten Hinweise auf eine Futtermittelallergie sein. Hole tierärztlichen Rat ein, wenn deine Katze eines oder mehrere der folgenden Symptome zeigt. Da diese Beschwerden auch auf andere Erkrankungen hinweisen können, ist eine tierärztliche Untersuchung ratsam. So lässt sich die Ursache der Beschwerden genauer abklären.

Häufige Symptome einer Katzenfutterallergie

Juckreiz
ständiges Kratzen
Fellverlust
Ohrenentzündungen
entzündete Hautstellen
Magen-Darm-Beschwerden
Erbrechen
Durchfall
Gewichtsverlust

Allergietests bei Katzen – Futtermittelallergie erkennen

Du vermutest, dass deine Katze an einer Futtermittelallergie leidet? Das kannst du mithilfe verschiedener Untersuchungen tierärztlich abklären lassen. In einer Tierklinik können beispielsweise Bluttests durchgeführt werden. Bluttests allein reichen zur Diagnose einer Futtermittelallergie jedoch in der Regel nicht aus. Deshalb wird häufig eine tierärztlich begleitete Ausschlussdiät empfohlen. Sie kann dabei helfen festzustellen, ob eine Allergie oder Unverträglichkeit vorliegt und welche Bestandteile des Futters die Beschwerden auslösen.

Bei einer Ausschlussdiät erhält deine Katze zunächst nur eine Proteinquelle, mit der sie bisher noch nicht gefüttert wurde. Wichtig ist, dass sie in dieser Zeit nichts anderes frisst. Dazu gehören auch keine Leckerlis. Bleiben die Beschwerden aus, können nach und nach weitere Bestandteile des Futters ergänzt werden. So lässt sich feststellen, welche Bestandteile die Reaktionen auslösen. Achte dabei genau auf Veränderungen bei deiner Katze und hole dir im Zweifel tierärztlichen Rat ein.

Ausschlussdiät mit Insekten

Im Rahmen einer Ausschlussdiät solltest du eine möglichst selten verwendete Proteinquelle und bei Bedarf eine selten verwendete Kohlenhydratquelle wählen. Eine gute Option ist Insektenprotein. Wir empfehlen beispielsweise unsere Sorte Hermetia Pur, die sowohl als Nassfutter als auch in Pulverform erhältlich ist. Hermetia Pur besteht ausschließlich aus den Larven der Schwarzen Soldatenfliege (Hermetia illucens) und ist ein Ergänzungsfutter. Diese Sorte lässt sich während einer Ausschlussdiät gut mit geeigneten Kohlenhydratquellen kombinieren.

Bitte beachte, dass Monoprotein allein keine ausgewogene Ernährung gewährleistet. Daher solltest du es nur während der Ausschlussdiät oder in Kombination mit anderen Futtermitteln füttern.

Ist eine Futterallergie bei Katzen heilbar?

Eine Futtermittelallergie ist leider nicht heilbar. Medikamente können die Symptome lindern, beseitigen jedoch nicht die Ursache der Futtermittelallergie. Deshalb steht langfristig vor allem das Vermeiden der auslösenden Futterbestandteile im Mittelpunkt. Ein geeignetes hypoallergenes Diätfuttermittel kann dabei helfen, den Kontakt mit den auslösenden Bestandteilen zu vermeiden. Bei vielen Katzen können sich die Beschwerden durch eine passende Futterumstellung verbessern.

Was bedeutet hypoallergenes Katzenfutter?

Hypoallergenes Katzenfutter wurde speziell für Katzen mit Futtermittelallergien oder -unverträglichkeiten entwickelt. Es enthält ausgewählte Zutaten beziehungsweise Proteinquellen, die bei empfindlichen Katzen häufig gut vertragen werden. Je nach Rezeptur wird auf Zutaten wie bestimmte Fleischsorten, Milchprodukte, Weizen oder Soja verzichtet. Sowohl hypoallergenes Trocken- als auch Nassfutter kann dazu beitragen, Reaktionen auf bestimmte Futterbestandteile zu reduzieren. So kann eine passende Ernährung dazu beitragen, dass sich die Beschwerden deiner Katze bessern.

Häufige Allergieauslöser – Auf dieses Futter reagieren Katzen oft allergisch

Zu den häufigsten Allergieauslösern im Katzenfutter gehören Fleischsorten wie Rind, Huhn und Schwein sowie Getreide wie Weizen. Manche Katzen reagieren auch empfindlich auf Soja, Eier oder Milchprodukte. Grundsätzlich kann deine Katze gegen jeden Bestandteil des Futters eine Allergie entwickeln. Häufig sind jedoch Proteine die Auslöser einer allergischen Reaktion. Die Wahrscheinlichkeit, dass deine Katze auf Kohlenhydrate oder Fette reagiert, ist geringer.

Geeignete Zutaten bei einer Katzenfutter-Allergie

Eine allgemeine Empfehlung für die Zutaten eines Allergiker-Katzenfutters ist schwierig. Es kommt immer auf die individuellen Bedürfnisse deiner Katze und auf ihre Allergieauslöser an. Da häufig Proteine die Auslöser einer Futtermittelallergie sind, wird oft eine bisher nicht gefütterte Proteinquelle gewählt.

Folgende Zutaten werden häufig in Futtermitteln für empfindliche Katzen eingesetzt. Besonders gute Erfahrungen haben wir mit Insektenprotein in Kombination mit Reis gemacht.

Häufig verwendete Proteinquellen

Insekten
Pferd
Kaninchen
Lamm
Ente
Reh
Känguru
Strauß
Eier

Häufig verwendete Kohlenhydratquellen

Süßkartoffel
Erbsenstärke
Kartoffel
Reis
Maniok (Tapioka)

Auf diese Punkte solltest du bei der Auswahl des Futters achten

Das Futter sollte möglichst nur eine bisher nicht gefütterte oder selten verwendete Proteinquelle enthalten (Single- oder Monoprotein). Dadurch kann das Risiko einer Reaktion auf bekannte Allergieauslöser verringert werden.

Eine möglichst kurze Zutatenliste kann sinnvoll sein.

Wenn die Allergieauslöser deiner Katze bekannt sind, sollten diese nicht im Futter enthalten sein.

Achte auf eine gut verträgliche Rezeptur mit sorgfältig ausgewählten Zutaten.

Selbstgekochtes Futter für sensible Katzen

Du findest kein geeignetes Katzenfutter für deine Allergiker-Katze? Dann kannst du die Mahlzeiten für deine Katze auch selbst zubereiten. Unsere Sorte Hermetia Pur, die ausschließlich aus Insekten besteht, kann als Basis für individuell zusammengestellte Mahlzeiten dienen. Kombiniert mit Gemüse, Ölen und weiteren Zutaten kannst du die Mahlzeiten an die Bedürfnisse deiner Katze anpassen.

Beachte jedoch, dass die Zubereitung von selbstgekochtem Katzenfutter aufwendig ist. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass deine Katze alle notwendigen Nährstoffe erhält. Bei selbstgekochten Mahlzeiten kann es sonst zu einer Über- oder Unterversorgung mit einzelnen Nährstoffen kommen. Ein hypoallergenes Alleinfuttermittel kann eine praktische Alternative sein, da es den Nährstoffbedarf deiner Katze vollständig deckt.

Das solltest du beachten – 6 Fehler bei der Fütterung

Das bisherige Futter ist möglicherweise nicht geeignet, wenn es mehrere tierische Proteinquellen oder bekannte Allergieauslöser enthält. Achte daher sorgfältig auf die Zusammensetzung des Futters und prüfe, ob es Inhaltsstoffe enthält, auf die deine Katze bereits reagiert hat.

Deine Katze frisst etwas, das sie nicht verträgt. Das passiert zum Beispiel, wenn sie Essensreste findet oder sich am Napf eines anderen Haustieres bedient.

Deine Katze bekommt Leckerlis, die sie nicht verträgt. Auch Snacks und Leckerlis können allergische Reaktionen auslösen. Je nach Allergie können bereits kleine Mengen ausreichen. Reagiert deine Katze empfindlich auf bestimmte Proteine wie Huhn oder Rind, sind Leckerlis mit diesen Zutaten tabu. Achte deshalb darauf, dass deine Katze keine bekannten Allergieauslöser aufnimmt.

Deine Katze bekommt selbst zubereitetes Futter, das den Nährstoffbedarf nicht vollständig deckt. Die Ernährung von Katzen ist komplex und erfordert Sorgfalt. Bekommt deine Katze dauerhaft selbstgekochtes Futter, besteht die Gefahr, dass sie nicht alle wichtigen Nährstoffe erhält. Für eine zeitlich begrenzte Ausschlussdiät ist das unter tierärztlicher Begleitung in der Regel gut möglich. Für die dauerhafte Fütterung ist ein Alleinfuttermittel meist die einfachere Wahl, da es deine Katze mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

Deine Katze hat keine Futtermittelallergie. Auch Umwelt- oder Kontaktallergien können Juckreiz und ständiges Kratzen verursachen. Ist eine Umwelt- oder Kontaktallergie die Ursache, bringt eine Futterumstellung meist keine Besserung. Deshalb solltest du die Beschwerden tierärztlich abklären lassen. So kannst du herausfinden, was hinter den Symptomen steckt und die passende Behandlung für deine Katze auswählen.

Deine Katze bekommt zu wenig Zeit für die Futterumstellung. Eine zu schnelle Futterumstellung kann vorübergehend Verdauungsprobleme verursachen. Gerade zu Beginn sind Durchfall oder andere Verdauungsbeschwerden nicht ungewöhnlich. Vielleicht reagiert deine Katze gar nicht allergisch auf das neue Futter, sondern hat einfach Schwierigkeiten bei der Umstellung. Gib deiner Katze deshalb genügend Zeit und stelle das neue Futter schrittweise um.

Die 7 häufigsten Fragen zur Futtermittelallergie bei Katzen

Wenn die eigene Katze plötzlich unter Juckreiz, Hautproblemen oder Verdauungsbeschwerden leidet, ist die Sorge groß. Liegt es vielleicht am Futter? Wir können verstehen, wenn du erst mal ratlos bist. Deshalb beantworten wir dir in diesem Kapitel die häufigsten Fragen rund um Futtermittelallergien bei Katzen. So weißt du besser, worauf du achten kannst und welche Möglichkeiten es gibt.

Wie äußert sich eine Futtermittelallergie bei Katzen?

Eine Futtermittelallergie kann sich unter anderem durch Juckreiz äußern. Betroffene Katzen kratzen sich häufig oder lecken sich verstärkt, teilweise bis wunde Hautstellen entstehen. Auch Durchfall oder Erbrechen können auftreten. Wichtig ist, andere mögliche Ursachen tierärztlich abklären zu lassen. Hole dir deshalb im Zweifel tierärztlichen Rat ein, damit die Ursache der Beschwerden festgestellt werden kann.

Welches Katzenfutter löst Allergien aus?

Meistens sind es tierische Proteine im Futter, die eine Futtermittelallergie auslösen. Dazu gehören zum Beispiel Rind, Huhn oder Fisch. Diese Fleischsorten gehören bei vielen Katzen zum täglichen Speiseplan. Auch Milchprodukte, Eier oder pflanzliche Bestandteile wie Weizen, Mais oder Soja können eine Futtermittelallergie auslösen.

Wie finde ich heraus, gegen was meine Katze allergisch ist?

Das ist leider gar nicht so einfach. Eine Ausschlussdiät gilt als die zuverlässigste Methode, um eine Futtermittelallergie abzuklären. Dabei fütterst du deiner Katze einige Wochen nur eine einzige Proteinquelle, die sie vorher noch nie bekommen hat. Wenn sich die Beschwerden bessern, ist das ein Hinweis darauf, dass das Futter die Ursache sein könnte. Anschließend führst du nach und nach weitere Futtermittel ein und beobachtest die Reaktion deiner Katze. Treten nach einem bestimmten Futtermittel erneut Beschwerden auf, spricht das dafür, dass deine Katze diesen Bestandteil nicht verträgt.

Kann eine Katze plötzlich eine Nahrungsmittelunverträglichkeit entwickeln?

Leider ja. Es kann passieren, dass deine Katze ihr gewohntes Futter über Jahre problemlos frisst und plötzlich eine Futtermittelallergie entwickelt. Ihr Körper reagiert dann mit Juckreiz, Hautproblemen oder Magen-Darm-Beschwerden. Allergien und manche Unverträglichkeiten können sich auch erst im Laufe des Lebens entwickeln. Bei einer Allergie beginnt das Immunsystem deiner Katze, einen eigentlich harmlosen Bestandteil des Futters als „Feind“ zu betrachten und reagiert entsprechend.

Können Katzen allergisch auf Nassfutter sein?

Ja, das ist möglich. Nicht die Futterart ist entscheidend, sondern die enthaltenen Bestandteile. Sowohl Nass- als auch Trockenfutter können Zutaten enthalten, auf die deine Katze allergisch reagiert. Enthält das Futter die bekannten Allergieauslöser deiner Katze, spielt es keine Rolle, ob es sich um Nass- oder Trockenfutter handelt.

Wie schnell zeigt sich eine Futtermittelallergie?

Das ist unterschiedlich. Manche Katzen zeigen schon nach kurzer Zeit erste Beschwerden wie Juckreiz oder Verdauungsprobleme. Bei anderen Katzen dauert es mehrere Stunden oder sogar Tage, bis die Symptome deutlich werden. Das macht es oft so schwer, die genaue Ursache zu finden.

Welches Katzenfutter löst am wenigsten Allergien aus?

Hypoallergenes Katzenfutter mit einer kurzen Zutatenliste kann für empfindliche Katzen eine gute Wahl sein. Das Futter sollte möglichst keine Bestandteile enthalten, auf die deine Katze allergisch reagiert. Zum Beispiel Rind, Huhn, Milchprodukte oder Weizen. Auch Futter mit hydrolysierten Proteinen kann deiner Katze helfen. Mit dem passenden Futter können sich die Beschwerden deiner Katze bessern.